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Q-Dry statt Mikrowelle

Musste bislang die Mikrowelle im Stall für die Trockenmassebestimmung der Ration herhalten, übernimmt dies nun das neu entwickelte Gerät „Q-Dry“. Nach nur 45 Minuten spuckt der Automat ein sicheres Ergebnis aus. So kann die Futterration angepasst und Schwankungen in der Milchleistung vermieden werden.

Nur mit einer konstanten Fütterung lassen sich hohe Leistungen melken und die Tiere bleiben gesund. Doch Regen, Schnee oder hohe Sonneneinstrahlung auf die Anschnittfläche am Silo lassen den Trockemassegehalt im Futter stark schwanken. Daher ist es wichtig, regelmäßig eine Trockenmasse-Bestimmung der Futterkomponenten durchzuführen. Dazu dienten bislang zumeist eine Mikrowelle, der Backofen oder eigene, abenteuerliche Konstruktionen (z.B. Rohr mit Fön o.ä.). Das war zeitaufwendig, ungenau und geruchsintensiv. Diese Zeiten sind nun vorbei. HCS Herdenmanagement bietet ab sofort mit dem Trockenofen „Q-Dry“ ein Gerät zur schnellen Trockenmassebestimmung von Futtermitteln oder TMR-Rationen an.

Dabei genügt es jetzt, eine Futterprobe in den Q-Dry zu legen. Nach ca. 45 Minuten kann die Trockensubstanz am Display abgelesen werden. Das Gerät, das an ein UFO aus frühen Science Fiction Filmen erinnert, ist mit einer sich selbst kalibrierenden Waage und einer Induktionsheizung ausgestattet. Nach dem Befüllen wird das Gewicht der Futterprobe automatisch ermittelt, die Heizung sorgt für die schnelle Trocknung. Der kompakte Trockenofen, der zudem über eine USB-Schnittstelle zur Datenweiterleitung verfügt, soll für ca. 2.500 € zu haben sein und kann ab Januar 2011 ausgeliefert werden.

40 g Silage genügen

Eine Trockenmasse-Messung ist natürlich nur so gut, wie die Probennahme zuvor. Dazu sollten am Anschnitt mehrere Hand voll Silage entnommen und diese dann in einem Eimer gründlich durchgemischt werden. Für die TM-Messung im Q-Dry werden dann nur 40 g des Futtermittels bzw. der Mischration benötigt.

HCS Herdenmanagement empfiehlt, regelmäßig, mindestens aber zweimal wöchentlich, den TM-Gehalt des Grundfutters zu bestimmen. Spielt das Wetter verrückt, regnet es stark oder ist es besonders heiß, sollten zusätzliche TM-Bestimmungen durchgeführt werden. Die aktuellen Messungen eines Praxisbetriebes mit Q-Dry zeigen, dass auch bei starkem Schneefall der TM-Gehalt in Gras- und Maissilage stark schwanken kann (Übersicht 1). In Großbetrieben sollte daher die TM-Bestimmung in die Arbeitsroutine eingebracht und nach Möglichkeit täglich vor dem Futtermischen mit allen Komponenten durchgeführt werden. Ebenso wichtig ist auch das stetige Controlling der fertigen TMR.