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NRW: Feldstudie zu hämotrophen Mykoplasmen in Rinderbeständen

Der Rindergesundheitsdienst in Nordrhein-Westfalen startet eine Feldstudie, die Klarheit über die Verbreitung von hämoptrophen Mykoplasmen und deren Bedeutung bei unspezifischen Krankheitssymptomen in Rinderbeständen schaffen soll.

Infektionen beim Rind gehen in der Regel nur mit leichtem Fieber und leichter Anämie einher und bleiben daher meist unbemerkt. Nur in seltenen Fällen treten hohes Fieber, ein Leistungseinbruch ("von heute auf morgen von 40 auf 20 l und hohes Fieber"), Blutarmut oder Ödeme am Euter auf, berichtet Dr. Mark Holsteg vom Tiergesundheitsdienst NRW. Die Krankheitsursache bleibt in der Praxis oft unklar, denn bisher fehlten diagnostische Möglichkeiten. Das soll sich mit der Feldstudie ändern, denn das staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld verfügt nun über eine Methode, die es ermöglicht, den Erreger im Blut von Kühen nachzuweisen.

Für die Feldstudie werden noch Betriebe gesucht, die ähnlich Symptome zeigen oder gezeigt haben (abrupter Leistungsabfall, hohes Fieber ohne feststellbare Krankheitsursache, starke Blässe bei Schleimhäuten, Mastitis, Lungenentzündung bei einzelnen Kühe oder Gruppen). Kontaktaufnahme ist über das zentrale Sekretariat bzw. direkt über die zuständigen Tierärzte des Rindergesundheitsdienstes NRW gewünscht, siehe http://www.landwirtschaftskammer-nrw.de/landwirtschaft/tiergesundheit/rgd/index.htm

Quelle: Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben 20/2017

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