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Bayerns Milcherzeuger sollen auf Bio setzen

Nach Ansicht der agrarpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, Gisela Sengl, sollten Bayerns Milcherzeuger verstärkt auf Bio setzen. „Der Bedarf an Biomilch ist riesig und der Preis ist fair“, stellte die Agrarpolitikerin am Montag vergangener Woche (16.3.) in München fest und verwies darauf, dass sich derzeit für die Ökomilch 16,3 Cent mehr pro Liter erlösen ließen als für konventionelle Milch.

Der Selbstversorgungsgrad bei ökologisch erzeugter Milch sei im Freistaat noch viel zu gering. Während bei konventionell erzeugter Milch 178 % des heimischen Bedarfs gedeckt werden - und deshalb ein großer Teil der Produktion außerhalb der Landesgrenzen abgesetzt werden müsse - liege der Selbstversorgungsgrad bei Biomilch nur bei 68 %.

Ursächlich dafür sind nach Ansicht der Grünen-Sprecherin langjährig falsche Signale der CSU-Regierung und des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). „Es ist völlig daneben, wenn wir bayerische Höfe aufpumpen, um sie fit für den Weltmarkt zu machen“, erklärte Sengl. Stattdessen sollte dem Bedürfnis der Verbraucher nach Bioprodukten aus regionaler Erzeugung entgegengekommen werden.

Der Aufbau einer „neuen bayerischen Landwirtschaftskultur“ müsse jetzt durch veränderte Ausbildung und Beratung in Angriff genommen werden, forderte Sengl. Ihr zufolge ist der ökologische Anbau eine moderne und zukunftssichere Form der Bewirtschaftung, der Eingang in die Lehrpläne aller landwirtschaftlichen Berufsschulen in Bayern finden muss. (AgE)

Schlagworte

Bayern, Sengl, Ansicht, Biomilch, Sprecherin, Milcherezuger, erzeugter, Selbstversorgungsgrad, ökologsich, Landwirtschaftskultur

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