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Wie entwickeln sich die Milchpreise?

Die zuletzt mittel- bis langfristigen stabilen bis positiven Aussichten für die Entwicklung der Milchpreise, ausgehend von den erzielten Börsenkursen für Magermilchpulver und Butter in den kommenden 12 Monaten (IGMilchbarometer April 2019), finden eine Bestätigung seitens Marktexperten. Kurzfristig weist ein Blick auf die Zahlungsbereitschaft der Molkereien in Deutschland allerdings darauf hin, dass die Stagnation der Milchpreise fast überall anhält.

AMI: Kurzfristig stabil bis schwächer; mittel-langfristig steigend

So erklärte Andreas Gorn von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) im Interview mit topagrar, dass die Milcherzeugerpreise von Molkereien mit hohen Verarbeitungsanteilen an Trinkmilch und Frischprodukten ausgehend von den Kursen für Magermilchpulver zunächst stabil bleiben dürften. Unternehmen mit den Schwerpunkten Käse und Butter könnten dagegen kurzfristig laut dem AMI-Experten ihre Auszahlungspreise noch einmal senken.

Für die zweite Jahreshälfte 2019 erwartet er, dass die Milchpreise im Bundesschnitt steigen. Insgesamt rechnet er mit einem Jahresdurchschnittspreis von 33 bis 35 Cent pro kg Milch.

Marktbericht Wochenblatt NRW: Kurzfristig kaum Bewegung

Das es kurzfristig zunächst nach einem stabilen Preisniveau aussieht und weniger nach einer merklichen Verbesserung der Erlöse, wertet das Landwirtschaftliche Wochenblatt NRW die aktuelle Entwicklung der Milcherzeugerpreise aus. Für den Monat Mai habe beispielsweise das Deutsche Milchkontor (DMK) eine Verringerung im Basispreis von 0,5 Cent/kg Milch angekündigt. Es wird darauf hingewiesen, dass die zu Anfang Mai aktualisierten Kontrakte der Milchwerke mit dem Lebensmitteleinzelhandel keine wirklich positiven Effekte bringen. Die Kontrakte gelten für Trinkmilch bis Ende Oktober; für Butter kürzer.

Quelle: DRV, topagrar, Wochenblatt für Landwirtschaft und Leben (21)