Russen kontrollieren polnische Exportbetriebe

Russische Inspekteure haben in der vergangenen Woche mehr als 40 Milch- und Fleischbetriebe in Polen überprüft, die nach Russland exportieren wollen. Der polnische Landwirtschaftsminister, Stanislaw Kalemba, erläuterte, dass Russland bei vielen Produkten eigene Standards habe, die oftmals höher sind als die der Europäischen Union. Es wäre also keine „spezielle Politik“ gegenüber Polen, wobei Kalemba anmerkte, dass es andere EU-Länder gibt, „gegenüber denen sich die Russen noch rigoristischer verhalten“. Bei Problemen bezüglich der Qualitätsstandards sein die polnischen Behörden zur Zusammenarbeit bereit, betonte er.
Da es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Konflikten mit Russland beim Handel polnischer Lebensmittel gekommen ist, unter Anderem aufgrund von Produkten nicht zertifizierter Hersteller, wurden Exportsperren gegenüber der betroffenen Unternehmen verhängt. Kalemba hat, nach eigenen Angaben, bei seinem Moskauer Besuch im Oktober zugesagt, dass jeder Verdacht auf eine Verletzung der russischen Vorgaben „schnell und individuell untersucht“ werde. Russland hat gleichermaßen um die polnische Unterstützung zum Aufbau eines Großhandelssystem gebeten, ein Pilotprojekt sei in Planung.
Die Exportleistung von Polen nach Russland ist in 2012 wertmäßig um 30 % angestiegen, auf umgerechnet 966 Mio. €, der größte Anteil fällt dabei auf den Handel mit Äpfeln und Birnen (202 Mio. €). Auch in 2013 legten die polnischen Agrarausfuhren bisher weiter zu. AgE


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