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Rheinland-Pfälzische Ministerin für mehr Regulierung

Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hat sich auf dem Milchsymposium des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) für eine stärkere Regulierung des europäischen Milchmarkts ausgesprochen. Ihr Ziel ist eine Regulierung der Milchpolitik ähnlich wie bei Zucker und Wein, um die Landwirte in Europa zu stärken und sie an der Wertschöpfungskette Milch mit fairen Preisen zu beteiligen. Marktstabilität und Nachfrageorientierung sollten zu Leitwerten der künftigen Agrarpolitik avancieren. Qualität und Regionalität seien die bessere Alternative zur sonst propagierten Wachstums- und Exportstrategie von EU, Bundesregierung und Deutschem Bauernverband (DBV). Diese Strategie hält die Ministerin für eine Einbahnstraße.

Nach der neuen Studie des European Milk Board (MEB) liegt der Stundenlohn deutscher Bauern derzeit einschließlich Direktzahlungen bei weniger als acht Euro. Sollte das Einkommen der Landwirte noch weiter unter die Mindestlohngrenze sinken, sieht Höfken die 2000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum von Rheinland-Pfalz gefährdet, die die Milchwirtschaft bisher bereitstellt. Auch die Pflege der Grünlandflächen durch die rund 119.000 Milchkühe fiele dann aus.