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Regulierung und Schadensausgleich für Wolf und Gans gefordert

Der Bauernverband Schleswig-Holstein und das Landvolk Niedersachsen haben die Regulierung von Wolf und Gans bzw. ein Umdenken im Umgang mit Gänseschäden gefordert. Aufgrund der anhaltenden Schadensereignisse drohe ohne angemessene Entschädigung die Aufgabe von Betrieben.

Nach Ansicht des Bauernverbandes Schleswig-Holstein muss eine Wiederansiedlung des Wolfes in den Weidehaltungsgebieten konsequent vermieden werden. Einzäunungen seien keine praktikable Lösung, daher müsse für diese Gebiete eine Möglichkeit zur Schutzjagd geschaffen und der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden. Auch im Umgang mit Wildgänsen sieht der Verband Handlungsbedarf. An die Kieler Landesregierung richtete er die Forderung, die Blockadehaltung gegen Managementpläne zur Regulierung der Gänsebestände aufzugeben.

Auch der niedersächsische Landesbauernverband drängt auf einen Richtungswechsel im Umgang mit Gänseschäden. „Der bisherige Ansatz, in festgelegten Schutzgebieten über Vertragsnaturschutz und Ruhezonen die Gänseproblematik räumlich zu begrenzen, ist nach unserer Auffassung gescheitert“, erklärte der Präsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland, Manfred Tannen. Nach Ansicht von Tannen muss sich ein fairer Ausgleich der Gänseschäden am entstandenen Schaden orientieren und diesen auch tatsächlich ausgleichen.

Laut dem niedersächsischen Landvolk steigen die Populationen von Wildgänsen in Ostfriesland und weiten Teilen der Flussmarschen seit Jahren an. Das alljährliche Naturschauspiel habe sich zu einem Touristenmagneten entwickelt, die betroffenen Landwirte dagegen müssten zumeist hilflos zusehen, wie die Vögel weite Areale ihres Grünlandes und auch Ackerkulturen wie Winterweizen oder Winterraps abfressen. Zusätzlich würden die Flächen verkotet, so dass auch ein erneuter Aufwuchs nicht nutzbar sei. Einen finanziellen Teilausgleich der Schäden gibt es dem Landesbauernverband zufolge bislang nur in festgelegten Gebietskulissen über Angebote des Vertragsnaturschutzes.

Quelle: AgE