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Diskussionen um Rinderexporte auf Bundesebene

Das Verbot von Rinderexporten in Bayern und Schleswig-Holstein führt zu bundesweiten Diskussionen. Agrarministerin Julia Klöckner möchte dieses Thema auf der nächsten Agrarministerkonferenz Anfang April klären. Die langen Transporte, massive Tierschutzverstöße in den Drittstaaten und eine mögliche Verantwortung der Veterinäre führen zu aktuellen Diskussionen.

Mit Bayern und Schleswig-Holstein haben die ersten Bundesländer ein Verbot der Tiertransporte außerhalb der EU ausgesprochen. Für Julia Klöckner seien diese Aktionen unglücklich, da sie enormen Druck verursacht hätten. "Besser wäre gewesen, erst eine rechtliche Klärung herbeizuführen und dann entsprechend behördlich zu agieren und nicht umgekehrt", zitiert der NDR die Agrarministerin. Bei dem Spitzentreffen von Bund und Ländern vom 10. bis 12. April sollen jetzt Lösungen gefunden werden.

Für Jan Philipp Albrecht, Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, sei dieses Zeichen notwendig, um die Bundesregierung endlich zum Handeln zu bewegen. Seit den Aufforderungen auf der Agrarministerkonferenz im April 2018 habe sich die Situation der Rinderexporte nicht verändert. Albrecht arbeite derzeit an rechtsfesten Leitlinien für künftige Tiertransporte.

In Schleswig-Holstein besteht seit dem 25. Februar ein vierwöchiges Exportverbot für Rinder in 14 Nicht-EU-Länder. Ein gemeinsames Gespräch zwischen Minister, Landräten und der Rinderzuchtgenossenschaft Schleswig-Holstein (RSH) vergangenen Mittwoch sei konstruktiv und positiv verlaufen. "Wir hätten dieses Gespräch früher haben müssen, bevor wir die ganze Welle losgetreten haben", meint Matthias Leisen, Geschäftsführer der RSH.

Quelle: NDR, top agrar