Niederländer sollen Milchproduktion und Bestände verkleinern, um Phosphataustrag zu schmälern

Unter Zusammenarbeit mit dem niederländischen Bauernverband (LTO) sowie Milchindustrieverband (NZO) und der Tierfuttervereinigung (Nevedi) hat der niederländische Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, Martijn van Dam, einen Maßnahmenplan zur Reduktion der Phosphat-Produktion beziehungsweise zum Abstocken der Milchkuhherden für die Niederlande entwickelt und vorgestellt. Damit soll anstelle der ursprünglich geplanten und dann aber durch die EU-Kommission gekippten Phosphatquote dafür gesorgt werden, dass die Phosphat-Freisetzung aus der Milchkuhhaltung in 2017 tatsächlich reduziert wird. Schafft die Niederlande das nicht, drohen harte Sanktionen seitens der EU.
Drei Maßnahmen-Säulen wurden entworfen, um die Phosphat-Produktion zu reduzieren:
  • Reduktion der Milchmenge: Milcherzeuger, die mehr Milch erzeugen als eine bestimmte Referenzmenge zulässt, wird das Milchgeld gekürzt. Die Kürzung kann durch die Milcherzeuger selbst entschärft werden, wenn sie ihren Milchkuhbestand verkleinern.
  • Verkleinerung des Gesamtbestands: Damit die Anzahl an Milchkühen in den Niederlanden schnell sinkt, soll eine Ausstiegsprämie gezahlt werden. Diese soll in drei Preisstufen aufgeteilt werden. Insbesondere auslaufende Betriebe sollen so dazu verleitet werden schneller aus der Milcherzeugung auszusteigen.
  • Weniger Phosphor im Futter: Pro Futter kg TM dürfen maximal 4,3 g Phosphor eingesetzt werden. Um das zu kontrollieren, sollen die niederländischen Milcherzeuger dann künftig monatlich die gefütterten Nährstoffe melden müssen.

  • Reduktion der Milchmenge: Milcherzeuger, die mehr Milch erzeugen als eine bestimmte Referenzmenge zulässt, wird das Milchgeld gekürzt. Die Kürzung kann durch die Milcherzeuger selbst entschärft werden, wenn sie ihren Milchkuhbestand verkleinern.
  • Verkleinerung des Gesamtbestands: Damit die Anzahl an Milchkühen in den Niederlanden schnell sinkt, soll eine Ausstiegsprämie gezahlt werden. Diese soll in drei Preisstufen aufgeteilt werden. Insbesondere auslaufende Betriebe sollen so dazu verleitet werden schneller aus der Milcherzeugung auszusteigen.
  • Weniger Phosphor im Futter: Pro Futter kg TM dürfen maximal 4,3 g Phosphor eingesetzt werden. Um das zu kontrollieren, sollen die niederländischen Milcherzeuger dann künftig monatlich die gefütterten Nährstoffe melden müssen.

Finanziert werden sollen die geplanten Maßnahmen mit 50 Mio. Euro. Davon stammen 23 Mio. Euro aus dem EU-Programm, 7 Mio. Euro von der niederländischen Regierung und weitere 25 Mio. Euro aus der Milchindustrie.

10 bis 11 Kühe weniger pro Betrieb

Insgesamt müssen die niederländischen Milcherzeuger die Phosphatproduktion/-freisetzung um 8,2 Mio. Kilogramm reduzieren, das entspricht laut Kees Romijn von der LTO-Fachgruppe Milchkuhhaltung 175.000 bis 195.000 Kühen. Basierend auf den rund 17.500 Milchviehbetriebe in den Niederlanden bedeutet dies, dass jeder Betrieb seinen Bestand um 10 bis 11 Kühe verkleinern müsste.
Quelle: Boerderij; Melkvee


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