MIV: Geforderte Milchpreiserhöhung um 15 Cent unrealistisch

„Die vom Milchdialog geforderte Milchpreiserhöhung von 15 ct/kg ist nicht so einfach möglich“, erklärte Peter Stahl, Vorsitzender des Milchindustrieverbands (MIV) während einer digitalen Pressekonferenz. Für Landwirte und Molkereien sei die wirtschaftliche Lage derzeit sehr herausfordernd. „Der Marktpreis der Rohmilch richtet sich nach Angebot und Nachfrage“, so Stahl. Die Forderung der protestierenden Organisationen, dass alle Molkereien gleichzeitig den Preis gegenüber den Abnehmern anheben, widerspräche außerdem dem deutschen Kartellrecht.
„In Anbetracht der schwierigen Umstände ist der voraussichtliche Milchpreis von im Schnitt 32,5 ct/kg inkl. Nachzahlung für das Jahr 2020 eine beachtliche Leistung“, erklärte der stellvertretende MIV-Vorsitzende Hans Holtorf. Diese Leistung von nur einem Cent Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sei trotz der coronabedingten Veränderung des Warenflusses im Frühjahr durch den Zusammenhalt zwischen Molkereien und Landwirten möglich gewesen, ergänzte Peter Stahl von Hochland. Die MIV-Vertreter verdeutlichten, dass sie auf Marktwirtschaft statt auf Mengensteuerung setzen. Ein Baustein zur Entspannung der Situation sei es, Exporte weiter zu fördern und Märkte zu sichern. Hinzu kämen Kostensteigerungen auf Molkereiseite durch Änderungen im Verpackungs- und Kennzeichnungsrecht, die sich in der Marge bemerkbar machten.
Quelle: MIV, Milchdialog


Diskussionen zum Artikel

von Jan-Klaus Gerken

seltsam

In den LsV-WhatsApp-Grruppen ging aber die Meldung um, dass die landwirtschaftliche Urproduktion vom Kartellrecht ausgenommen sei. Nun gut, kann natürlich sein, dass die Molkerei selbst schon nicht mehr als Urproduzent angesehen werden darf. Dann bleibt wohl doch nur der Weg einer ... mehr anzeigen

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