Milchanlieferungen rückläufig, Spotmilchpreise fester

Die Milchanlieferung in Deutschland verhält sich saisonal-typisch rückläufig und die aktuell hohen Temperaturen dürften dazu beitragen, dass sich der Rückgang in diesen Tagen verstärkt.
Nach jüngsten Auswertungsstand der Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien in Deutschland in der ersten Juniwoche (KW 22/2021) im Schnitt -0,8 % weniger Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zur Vorjahreslinie hat sich damit auf -0,5 % vergrößert.
Die stabilen bis gestiegenen Preise für Spotmilch lassen erahnen, dass die hohen Temperaturen bereits jetzt das Milchaufkommen drücken. Laut Bericht von Trigona Dairy Trade kaufen die Italiener wieder Rohmilch aus Süddeutschland, für Preise von rund 40 Cent/kg. 
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  • Nach Angaben der niederländischen DCA-Markets-Price Reporting Agency (PRA) wurde Rohmilch aus Nord- und Ost-Deutschland sowie Süddeutschland (unbearbeitet, GVO-frei, auf Basis von 4,0 % Fett) in der aktuellen Woche (KW 24, 2021), zur Lieferung innerhalb der Folgewoche, am Spotmarkt für etwa 34,50 € pro 100 kg Milch gehandelt. In Norddeutschland entspricht das einem Aufschlag von +1,5 € ggü. der Vorwoche.
  • Für die Niederlande weist die DCA eine durchschnittlichen Spotmilchpreis von 38,50 € aus, die pro 100 kg Rohmilch mit 4,4 % Fett gezahlt wurden (+1,0 € ggü. der Vorwoche).
Quellen: u.a. ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Trigona Dairy Trade