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Meyer fordert Soforthilfen für Milchbauern

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat am Dienstag vergangener Woche (7.7.) auf einer Tagung der Norddeutschen Milcherzeugergemeinschaft (Nord MeG) zur Milchvermarktung nach dem Ende des EU-Quotensystems Soforthilfen und effiziente Kriseninstrumente für die Milchbauern gefordert. Seiner Auffassung nach müsse die Superabgabe in einen „Milchtopf“ fließen, um so die freiwillige Mengenreduzierung der Milchviehhalter zu unterstützen. Er bezeichnete Erzeugerpreise von unter 30 Cent als existenzgefährdend für die Milchbauern. Meyer forderte den Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, sich für die Milchbauern einzusetzen. Laut Meyer sei derzeit noch zu viel Milch auf dem Markt, die Handelsketten hätten die Preise gedrückt und infolgedessen auch die Molkereien. Als Möglichkeit die Milchmenge kurzfristig um 10 % zu senken, schlägt Meyer eine reduzierte Fütterung vor. Dafür sollten die Landwirte eine Ausfallentschädigung im Sinne des Marktverantwortungsprogramms erhalten. Zusammenschlüsse auf der Erzeugerseite erachtet er als wichtiger denn je.

Der Vorsitzende der Nord MeG, Alfred Ritters, führte als Beispiel das erfolgreiche Vermarktungsmodell der Bayern MeG an. Die Bündelung gegenüber der Molkereien habe zu Verhandlungen auf Augenhöhe, besserer Planbarkeit und höheren Preisen geführt. Eine aktive Vermarktung sei laut Ritters der „Weg aus der Sackgasse“.

Der Nord MeG zufolge verabschiedeten die mehr als 100 Teilnehmer die „Cuxhavener Erklärung“, in der dazu aufgerufen wird, die Milchvermarktung zu bündeln. An Milcherzeuger, die ihre Milch an eine Molkerei verkaufen und nicht Mitglied einer verarbeitenden Genossenschaft sind, wird appelliert, sich in einer der bestehenden Milcherzeugergemeinschaften zu bündeln. Diese Zusammenarbeit sollte laut der Erklärung auch von allen landwirtschaftlichen Organisationen gefördert werden. (AgE)