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Maisaussaat erst nach der zweiten Aprildekade

Da nach den Angaben der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch mit Nachtfrösten und dadurch bedingt sinkenden Bodentemperaturen gerechnet werden muss, sollte mit der Maisaussaat noch bis nach der zweiten Aprildekade gewartet werden. Auch die Trockenheit seit regional ein Problem. Diese Empfehlung hat das Deutsche Maiskomitee (DMK) vergangenen Donnerstag (11.4.2019) gegeben.

Es berichtete unter Berufung auf den DWD, dass die Bodentemperatur im Osten Deutschlands flächendeckend Werte von 10°C und mehr erreicht habe. Auch die Bodentemperatur im Norden und Westen sowie in Bayern liege über dem für die Maisaussaat kritischen Wert von 8°C. Lediglich in den Höhenlagen und in weiten Teilen Baden-Württembergs bewege sich die Bodentemperatur knapp unter 8 °C. Die gegenwärtigen Wetterprognosen des DWD deuteten jedoch auf eine Nord-Ostströmung mit wieder trockener, aber zugleich kühleren Witterung hin.

Das Maiskomitee wies außerdem darauf hin, dass aufgrund der Trockenheit im Jahr 2018 die Wasservorräte im Boden vielfach noch nicht wieder komplett aufgefüllt seien. Diese lägen im Osten gegenwärtig zwischen 30 % und 80 % der nutzbaren Feldkapazität (nFK), in Süddeutschland bei 50 % bis 80 % nFK. Die regional teils ergiebigen Regenschauer der vergangenen Wochen hätten dagegen die Wasservorräte insbesondere an der Nordseeküste und den westdeutschen Bundesländern wieder angefüllt: diese lägen fast flächendeckend oberhalb von 80 % nFK, in Niedersachsen teilweise über 105 % nFK. Die vorhergesagte trockene Witterung werde allerdings weiter an den Wasservorräten zehren.

Quelle: AgE