Lactalis klagt wegen Täuschungsverdacht gegen Omira

Das französische Molkereiunternehmen Lactalis hat die Omira Oberland-Milchverwertung (OOMV) verklagt. Lactalis hat 2017 die Nachfolgergesellschaft für Omira übernommen. Der französische Konzern wirft den seinerzeit bei den Verhandlungen Verantwortlichen der Omira arglistige Täuschung vor: Lactalis sei nicht darüber informiert worden, dass der Umrechnungsfaktor für Rohmilch in Deutschland möglicherweise auf 1,03 geändert wird.
Für daraus entstehende Schäden macht Lactalis 19,5 Mio. € geltend und zwar für die gesamte Laufzeit des Vertrages. Weitere 4 Mio. € an Forderungen leitet Lactalis aus zusätzlichen Kosten für Brandschutzmaßnahmen im Werk Ravensburg, Produktschäden und Anwaltskosten ab.
Das Verfahren ist nun am Landgericht München seit Anfang Dezember anhängig. Die Omira zitiert aus dem Übernahmevertrag, der ausdrücklich auf den Umrechnungsfaktor eingeht und darauf verweist, dass dieser in der jeweils gesetzlich festgelegten Höhe anzuwenden sei und zum Zeitpunkt der Unterschrift 1,02 betrug.
Lactalis hat daneben 10 Mio. € aus der vereinbarten Übernahmesumme von 27 Mio. € gesperrt und nicht wie im Vertrag vereinbart im Dezember bezahlt.
Ralph Wonnemann, der den Verkauf der Omira an Lactalis als Geschäftsführer betrieben hat, verließ nach Informationen der Tageszeitung „Schwäbische“ das Unternehmen zum Jahreswechsel.
Quelle: Schwäbische


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