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Kartellamt bleibt an Milchlieferbeziehungen dran

Im Verfahren um die Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien will das Bundeskartellamt mit den Beteiligten im Gespräch bleiben. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hielt sich bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2015/16 seiner Behörde am vergangenen Mittwoch (28.6.) in Bonn allerdings mit Einschätzungen über den weiteren Verlauf zurück. „Zu unserem Sachstandspapier sind sehr viele Stellungnahmen eingegangen, einige davon erst vor kurzem. Wir befinden uns noch in der Auswertung“, erklärte Mundt.

Die Veröffentlichung des Sachstandsberichts hatte Mitte März für große Unruhe in der Branche gesorgt. Das Kartellamt schlägt darin als Alternativen zu den bestehenden Vereinbarungen unter anderem kurze Kündigungsfristen für Lieferverhältnisse im Milchsektor sowie eine Lockerung der Kopplung von Lieferbeziehung und Genossenschaftsmitgliedschaft vor. Der Milchindustrie-Verband (MIV) und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hatten daraufhin vor einer Zerstörung der Branchenstrukturen gewarnt.

Quelle: AgE