Hohe Arbeitsbelastung von Frauen in der Landwirtschaft

In der vergangenen Woche hat Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk aktuelle Studienergebnisse der Universität Freiburg zu Frauen in der Landwirtschaft vorgestellt. Im Fokus stand dabei die hohe Arbeitsbelastung. Anhand einer Online-Befragung wurden dazu insgesamt 2.400 Fragebögen ausgewertet. Zwei Drittel aller befragten Frauen waren zwischen 31 und 60 Jahre alt und standen damit aktiv im Erwerbsleben. Überdurchschnittlich viele Frauen stammten dabei von Haupterwerbsbetrieben und wiesen einen hohen formalen Ausbildungstand auf.
Die Ergebnisse zeigen:
  • Das Einkommen von Frauen aus nicht-landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeiten leiste einen wichtigen Beitrag zur Gesamteinkommenssituation der Betriebe.
  • Mehr als jede dritte Befragte habe schon eine eigene Geschäftsidee entwickelt, jede vierte habe die Idee schon umgesetzt.
  • Frauen spielen eine wichtige Rolle bei der Betreuung pflegebedürftiger Eltern. Auch die Hausarbeit ist weitestgehend Frauensache. Ein generationsbedingter Wandel hinsichtlich einer gleichmäßigeren Aufteilung der Haushaltstätigkeiten zwischen den Geschlechtern ist nicht zu erkennen, erklärt Peter Hauck.
  • Die wöchentliche Arbeitsbelastung von Frauen liege durchschnittlich bei rund 55 Stunden und ist damit auffallend hoch.

Die Vielfalt der Ergebnisse bietet eine gute Basis für die Politik, um die Stärkung von Frauen im ländlichen Raum zu fördern. Auch eine Studie des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbandes (WLLV) aus 2016 hatte die hohe Arbeitsbelastung von Frauen in der Landwirtschaft identifiziert. Derzeit führt die Universität Göttingen zusammen mit dem Thünen-Institut eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderte Untersuchung zu diesem Thema durch.
Quelle: AgE


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