Frankreich/EU

Hogan verteidigt seine Krisenpolitik

Phil Hogan, EU-Agrarkommissar, hat seine Politik zur derzeitigen Milchkrise gegenüber dem französischen Senat verteidigt. Er bekräftigte seine Ablehnung einer Anhebung der Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver sowie einer stärkeren administrativen Marktsteuerung. Die Milcherzeuger hätten zwei sehr gut Jahre mit Rekordpreisen hinter sich und die landwirtschaftlichen Betriebe erhielten jedes Jahr 42 Milliarden Euro Direktzahlungen. Hinzu komme nun das Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen Euro.
Hogan lehnt Szenarien, wonach aktuell 20 % der französischen Milcherzeugung bedroht seien, ab. 2009, auf dem Höhepunkt der Milchkrise, sei die Zahl der Micherzeuger um etwa 5 % gesunken, im Hochpreisjahr 2013 noch um mehr als 3%. Laut Hogan seien also andere Faktoren als die wirtschaftliche Lage ausschlaggebend. Er betonte, an der Seite der Landwirte zu stehen und wies auf die wachsende Bedeutung von Ausfuhrmärkten in Drittstaaten hin. Frankreich sei unter den EU-Staaten der größte Exporteur von Butter sowie Magermilch- und Molkenpulver. Bei den Käseausfuhren belege es hinter Deutschland Platz zwei. (AgE)


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