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GVO-freie Fütterung nicht unterschätzen

Milchkühe ohne gentechnisch verändertes Futter (GVO-frei) zu versorgen ist in der Regel kein Problem, den Anforderungen der Molkereien für eine entsprechende Vermarktung der GVO-frei produzierten Milch nach zu kommen, dagegen oftmals schon. Dies erklärte der Fütterungsexperte Thomas Bonsels (LLH) in einer Vortragsveranstaltung bei Kassel. Ein größerer Aufwand ergibt sich seiner Meinung nach durch die aufwendige Logistik und Dokumentationspflicht. Zu beachten sei:

  • dass GVO-freies Futter möglichst nur schriftlich mit ausdrücklichem Verweis auf GVO-Freiheit bestellt werden müsse.
  • auch für Mineralfutter und Nebenkomponenten Nachweise über GVO-Freiheit vorliegen müssen.
  • Rückstellmuster jeder Futtermittellieferung vorliegen müssen (versiegelt, gekennzeichnet).
  • GVO-freie Futtermittel auf Dauer wegen wachsender Nachfrage teurer werden können.
  • manche Molkereien den GVO-frei-Zuschlag nur auszahlen, wenn sie die Milch auch tatsächlich separat vermarkten können (Tipp: Das Kleingedruckte genau lesen!).
Mehr zu der Komplexität des Themas GVO-freie Milcherzeugung finden Sie in dem Elite-Artikel "Nur noch GVO-freie Milch?" aus der Ausgabe 4/2016 unter www.elite-magazin.de/archiv.

Quelle: Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben, 3/2017 Autor: Berkemeier