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Niedersachsen

Gemolken wird vor allem im Norden

Die Milcherzeugung in Niedersachsen unterliegt nicht nur dem allgemeinen Strukturwandel, sondern vor allem der stetigen Verlagerung in küstennahe Regionen. Hier gibt es aufgrund der vorherrschenden natürlichen Bedingungen kaum Alternativen zur Rindviehhaltung und Milcherzeugung. So verfügt der Landkreis Leer mit 93 Milchkühen je 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche über die höchste Dichte des Milchkuhbestandes in Niedersachsen, gefolgt von der Wesermarsch mit 87, Friesland mit 80 und Cuxhaven mit 77 Milchkühen je 100 Hektar. Diese Zahlen nennt die Landwirtschaftskammer unter Berufung auf jüngste Erhebungen des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

In Südniedersachsen hingegen werden kaum noch Milchkühe gehalten. In den ehemaligen Regierungsbezirken Braunschweig und Hannover sind es nur noch sieben beziehungsweise 13 Kühe je 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Im Zuge der Spezialisierung auf Ackerbau sind dort seit 1991 über 75 Prozent der Milcherzeuger aus der Produktion ausgestiegen, die Milchkuhbestände sind um 52 % (Braunschweig) bzw. 40 % (Hannover ) geschrumpft. Heute werden in diesen beiden Regionen zusammen schon weniger Milchkühe gehalten als allein im Landkreis Cuxhaven. Dieser nimmt mit seiner überdurchschnittlichen Größe der landwirtschaftlichen Fläche (135.000 Hektar) und einem Grünlandanteil von 56 Prozent deutschlandweit eine Spitzenstellung in der Milchproduktion ein. Hier stehen 104.000 Milchkühe, die in 2011 allein 760.000 Tonnen Milch geliefert haben – Tendenz steigend.