Futterpreise: Setzt sich der Aufwärtstrend 2022 fort? 

Seit der Getreideernte 2021 sind die Preise für Futtergetreide, Ölschrote und Zusatzstoffe stark gestiegen, was vor allem auch die Mischfutterkosten beeinflusst hat. Im November 2021 erreichten diese neue Rekordhöhen:
  • In NRW lagen die Zukaufspreise für Milchleistungsfutter 18/3 um 38 €/t über den Preisen zum Vorjahr. Besonders teuer sind derzeit Mischungen mit einem hohen Getreideanteil. 
  • Im Durchschnitt haben Milcherzeuger frei Hof rund 300 €/t für Milchleistungsfutter gezahlt, knapp 18 % mehr als im November 2020. 
  • Kälberfutter verzeichnete einen Kostenanstieg um 17,7 %, Rindermastfutter um 19,4 % im Vergleich zum Vorjahr.
  • Die Preise für Sojaschrot und Rapsschrot sind um rund 20 % bzw. 56 €/t gegenüber 2020 gestiegen. 
Die knappe Versorgungslage bei Getreide und Ölsaaten in 2021 könnte sich in den kommenden Monaten ändern. Hinzu kommt, dass die weltweit hohe Mais- und Sojabohnenerzeugung zu einem leichten Aufbau der Vorräte führen dürfte. Dadurch bleibt zu hoffen, dass der stetige Aufwärtstrend der Futterpreise im ersten Halbjahr 2022 abfällt. 
Quelle: Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben 

Mit den derzeit hohen Futterkosten muss jede Möglichkeit zum Sparen genutzt werden. Doch Vorsicht: Das Kürzen an der falschen Stelle kann kontraproduktiv sein.

Zur Fütterung einer Teil-TMR gehört eine tierindividuelle Kraftfutterzuteilung, wie z. B. am AMS. Tipps, wo und wie hier Kosten gespart werden können