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Fortschritt in Forschung zur Methanemission von Wiederkäuern

Einem Forscherteam aus Neuseeland ist eine wichtige Entdeckung gelungen, um die klimaschädlichen Methanemissionen von Wiederkäuern zu senken. Wie die Zeitung „New Zealand Herold“ berichtete, wurden die Ergebnisse kürzlich im „International Society for Microbial Ecology Journal“ veröffentlicht. Demnach erzeugt der Wiederkäuer selbst kein Methan, sondern eine Gruppe von Mikroben, sogenannte Methanogene, die im Pansen leben und Methan hauptsächlich aus Wasserstoff und Kohlendioxid produzieren. Das internationale Team aus Forschern von der neuseeländischen AgResearch und Universitäten in Neuseeland, Australien, Japan und den USA hat nun erstmals die wichtigsten Pansenmikroben und -enzyme identifiziert, die diesen Wasserstoff produzieren und verbrauchen. Die Ergebnisse seien wichtig, da die Wissenschaft nun damit beginnen könne, die Wasserstoffversorgung der Methanogene zu beeinflussen, um die Methanemissionen der Wiederkäuer zu senken, berichteten die Forscher. Dabei werde auch nach Wegen gesucht, Wasserstoff von Methanogenen in andere Pansenmikroben umzuleiten, die kein Methan produzierten.

„Wir sind sehr erfreut über die Fortschritte bei dieser Forschung, da sie einen neuen Ansatz zur Reduzierung der Methanemissionen von Nutztieren eröffnet“, erklärte der Leiter des Forschungsprogramms, Dr. Graeme Attwood, von AgResearch. Das sei für Neuseeland von entscheidender Bedeutung, um die im Pariser Abkommen festgelegten Treibhausgasemissionsziele zu erreichen und die Haltung von Wiederkäuern zu gewährleisten. Rund ein Drittel der Treibhausgase in Neuseeland stammen aus der Methanemission von Nutztieren. Das Forschungsprojekt erfolgt im Rahmen der von Neuseeland initiierten „Globalen Forschungsallianz für landwirtschaftliche Treibhausgase“ mit 57 Ländern, die sich gemeinsam mit einer gut koordinierten und finanzierten Wissenschaft für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft einsetzen.

Quelle: AgE