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Düngevorschriften in Dänemark sollen gelockert werden

In Dänemark ist eine Novelle des bisher als sehr streng bekannten Düngerechts geplant. Sie soll praktische Vereinfachungen und wirtschaftliche Vorteile für die Ackerbau beteibenden Landwirte mit sich bringen. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde dem Parlament in der vorvergangenen Woche von der Landwirtschaftsministerin Eva Kjer Hansen vorgelegt. Unter anderem sollen die Nährstoffobergrenzen angehoben werden. Die Landwirte könnten die Düngergaben so wieder wesentlich stärker als bisher am Bedarf der Pflanzen ausrichten. Die Ministerin zeige sich optimistisch, dass die Novelle pünktlich zur Frühjahrsbestellung abgeschlossen sein wird.

Der Gesetzentwurf stellt eine Kehrtwende in der bisher sehr restriktiven dänischen Düngepolitik dar. In den letzten zwei Jahrzehnten hatten die immer schärferen Obergrenzen zwar für einen erheblichen Rückgang der Nährstoffeinträge in die Umwelt gesorgt, gleichzeitig musste die Landwirtschaft jedoch einen stetigen Rückgang der durchschnittlichen Eiweißgehalte im Getreide hinnehmen. Im letzten Jahr erreichte der dänsiche Weizen nur noch einen mittleren Proteingehalt von 8,4 %. Durch diesen Qualitätsverlust sank nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der proteinschwachen Getreidepartien, in der dänischen Fütterung müssen zusätzlich oft importierte Proteinfuttermittel zur Ergänzung der Futtermischungen eingesetzt werden, was weitere Kosten verursacht.  (AgE)