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DRV warnt: Finger weg von der Vertragsfreiheit!

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) wehrt sich gegen mögliche staatliche Vorgaben für das Verhältnis von Molkereien und Milcherzeugern. Mit der Äußerung „Lassen Sie die Finger von der Vertragsfreiheit“, wandt sich DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag (7.6.) in Berlin an die Politik. Die Molkereien seien auf gutem Wege, konzeptionell mit den Herausforderungen des Marktes umzugehen.

Nach Einschätzung von DRV-Generalsekretär Dr. Henning Ehlers drohe bei einer Umsetzung des geänderten Artikels 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) „ein massiver Eingriff“ in die Lieferbeziehungen und eine Einschränkung der bestehenden Satzungsautonomie. „Über die Ausgestaltung der Lieferbeziehungen entscheiden die Mitglieder der Genossenschaften“, stellte Ehlers klar.

Für Ehlers sei es ein „Irrglaube“ zu meinen, mit Modifikationen der Lieferbeziehungen den Gesamtmarkt beeinflussen zu können. Die Vorstellung, „auf einem globalen Milchmarkt mit einem festen Preis-Mengenverhältnis für Teile der einzelbetrieblichen Milchanlieferung Marktkrisen vorzubeugen“, ist aus Sicht des Generalsekretärs illusorisch. Vielmehr müsse es darum gehen, „mit geeigneten Änderungen an den geeigneten Stellschrauben den Umgang mit der Volatilität zu verbessern“.

Quelle: AgE