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Schlachtrinderpreise geben durch Corona nach

Am deutschen Schlachtrindermarkt ist es in der vergangenen Woche (KW12) zu kräftigen Abschlägen bei den Erzeugerpreisen gekommen. Offizielle Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) werden erst am Mittwoch (25.3.2020) veröffentlicht, doch lassen die Notierungen der Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) vom vergangenen Donnerstag (19.3.2020) erkennen, wohin die Reise geht. So gab der Preis hiernach für Jungbullen der Handelsklasse R3 gegenüber der Vorwoche um 26 Cent oder -7,2% auf 3,36 €/kg Schlachtgewicht (SG) nach. Bei O3-Bullen belief sich das Minus auf 22 Cent bzw. -6,4% auf 3,20 €/kg. Noch härter traf der Einbruch die Vermarkter von Schlachtkühen. Deren Preise fielen im Vorwochenvergleich für Tiere mit 350 kg in den Handelsklassen R3 und O3 gegenüber um jeweils 40 Cent oder mehr als -13%. Für R3-Kühe wurden nur noch 2,58 €/kg und für O3-Kühe 2,53 €/kg bezahlt. Zudem sank der Preis für Schlachtfärsen um 22 Cent oder -6,3% auf 3,25 €/kg. „Das Schlachtrinderangebot geht im Bereich aller Gattungen über den derzeitigen Bedarf der Schachtunternehmen hinaus“, erklärte die VEZG. Analysten zufolge schwächt die Corona-Krise den Rindfleischabsatz deutlich. Rindfleisch werde vermehrt auch Außer-Haus verzehrt, die heimische Zubereitung, über Edelteile hinaus, kennen viele Menschen nicht mehr. Zudem laufe die Rindfleischausfuhr laut Experten aufgrund der verschärften Grenzkontrollen und Logistikproblemen insgesamt verhaltener als sonst.

Quelle: AgE