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Deutsche Milchpreise auch nicht kostendeckend

Trotz der vergleichsweise hohen Milchpreise und etwas nachgebender Produktionskosten konnten die deutschen Milchbauern im Herbst 2013 keine Gewinne erzielen.

In 2013 insgesamt nur 87 % der Produktionskosten gedeckt

Wie das European Milk Board (EMB) am Montag vergangener Woche (3.3.) mitteilte, standen laut der vierteljährlichen Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) im Oktober den durchschnittlichen Produktionskosten von 44,12 Cent je Kilogramm Milch in Deutschland nur Erlöse von 41,92 Cent/kg gegenüber. Damit wurden 95 % der Erzeugungskosten gedeckt; im Gesamtjahr 2013 waren es den bisher vorliegenden Daten zufolge jedoch nur 87 %.

Der EMB-Vorsitzende Romuald Schaber zeigte sich erfreut, dass sich die Preis-Kosten-Relation aktuell etwas entspanne; er warnte jedoch vor Marktschwankungen, die dies schnell ändern könnten. Es sei unabdinglich, den Markt und das Verhältnis zwischen Auszahlungspreisen und Produktionskosten ständig zu beobachten. Schaber beharrt dabei weiterhin auf eine Monitoringstelle, die bei hoher Kostenunterdeckung Marktanpassungen vornimmt.

Der Vorsitzende der MEG Milch Board in Deutschland, Peter Guhl, setzt auf die von der EU-Kommission angekündigte Marktbeobachtungsstelle: „Die bäuerliche Vermarktungsseite braucht neutrale Daten zur Entwicklung von Angebot und Nachfrage am Milchmarkt”. Denn die Aussagen der Verarbeiter seien nicht objektiv und würden daher das Gesamtbild verzerren. (AgE)