Deutsche Milchexporte im ersten Halbjahr 2019 stabil

Die Ausfuhr von Milchprodukten aus Deutschland lag im ersten Halbjahr 2019 auf Vorjahresniveau, obwohl -0,8% weniger Kuhmilch zu Verfügung stand. Dies teilte die Export-Union für Milchprodukte am vergangenen Mittwoch (28.8.2019) mit. Ebenso, dass die deutsche und die europäische Milchwirtschaft von dem Handelsstreit zwischen China und den USA profitiert habe. Es zeige sich aber, dass die Konkurrenz im Exportgeschäft über den Preis stärker werde. Die deutschen Exporteure seien daher gefordert, ihre Märkte weiter zielgerichtet zu bearbeiten. Um neue Märkte zu erschließen baue die Export-Union auch auf die Unterstützung der Politik.
  • Der Export von Käse behauptete sich im ersten Halbjahr 2019 mit einem Zuwachs von +0,6%. Eigentliche Schlüsselmärkte außerhalb der EU wie die USA, Chile und Japan tendierten schwächer, weshalb der Drittlandsexport insgesamt um -2,8% auf rund 67.500 t zurückging. Aufgefangen wurde dies durch +1% höhere Lieferungen innerhalb der EU.
  • Trinkmilch und Sahne verzeichnete nur außerhalb der EU ein Plus, das mit +37% auf 199.200 t kräftig im Vergleich zum Vorjahr ausfiel. Vor allem China orderte mehr Ware. Die Ausfuhren in europäische Nachbarstaaten verringerten sich um -9%.
  • Joghurtprodukte verzeichneten im Drittlandsexport ein Absatzplus von +86% auf 7.200 t bei Naturjoghurt sowie von +6,5% auf 22.700 t bei Joghurt mit Zusätzen. Rund die Hälfte der Drittlandsware ging nach China.
  • Bei Magermilchpulver zeigte sich ein geteiltes Bild: Die deutschen Ausfuhren innerhalb Europas waren um -9% rückläufig, dagegen stiegen sie in Drittländer um fast +12% auf 95.800 t. Hauptabnehmer waren China und Indonesien. Aufgrund des geringeren Absatzes in der EU lag der Gesamtexport von Magermilchpulver „nur“ auf dem Vorjahresniveau.
  • Molkenpulver verringerte sich in Summe im Export um -5,7%, da insbesondere die Ausfuhren in die Niederlande um über 18.000 t kleiner ausfielen. Der Absatz in Drittländer erhöhte sich jedoch um +14,5 % auf 47.300 t zu, weil wiederum China und Indonesien mehr Ware aus Deutschland bestellten.
  • Die Ausfuhren an Butter haben sich aufgrund der schwächeren Preise gefestigt. Sie lagen aber im Berichtshalbjahr insgesamt um rund -7% unter dem Niveau der ersten Jahreshälfte 2018. Auch die Butterverkäufe in Drittländer waren rückläufig, um rund -13% auf 5.300 t.

Quelle: AgE


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