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CDU für gemeinsame Vermarktungsplattformen von Molkereien

Die Position der Molkereien gegenüber dem Lebensmittel-Einzelhandel stärken und auf diese Weise dem Ungleichgewicht auf dem Milchmarkt begegnen –das ist das Ziel einer abgestimmten Initiative der agrarpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Thüringen, die vergangenen Freitag (12.2.) bekannt gegeben wurde.
Die Forderungen an die Landesregierungen bestehen darin, eine Bündelung des Milchangebots im Kartellrechtlich zugelassenen Rahmen zu unterstützen. Daraus erhofft man sich, die Existenz der bäuerlichen Milchlieferanten sichern zu können. „Wenn 85% aller Molkereiprodukte von nur fünf Handelsgesellschaften abgenommen werden, wirkt sich dieses Ungleichgewicht spürbar negativ auf die Preise der Landwirte und Molkereien aus“, erläuterte Christina Schulze Föcking. Man wolle „ein Ende des ständigen Unterbietungs-Wettbewerbs und faire und angemessene Preise für unsere Landwirte“. Der Milchpreis werde auch in diesem Jahr sinken, so Helmut Dammann-Tamke, agrarpolitischer Sprecher der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion.

In einem Entschließungs-Antrag weist die CDU darauf hin, dass die fünf Großen im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel (LEH), Edeka, Rewe, Lidl, Aldi und Metro 85% des Absatzes bei den Molkereiprodukten bündelten- der Handel würde die Marktmacht in den Preisverhandlungen mit den Molkereien ausnutzen. Ihnen stehen 149 milchverarbeitende Unternehmen und über 77.000 Milcherzeuger gegenüber.

„Ein gemeinsames Handeln und Auftreten der Molkereien in den Kontraktverhandlungen mit dem LEH würde den tatsächlichen Milcherzeugungskosten der Landwirte besser als in der Vergangenheit Rechnung tragen und die Chancen auf höhere Auszahlungspreise deutlich verbessern“, hieß es in dem Antrag. (AgE)