Brandenburg: Wolfsmanagementplan-Entwurf als ziellos kritisiert

Heftige Kritik am aktuellen Entwurf der Landesregierung für einen neuen Wolfsmanagementplan in Brandenburg haben die im „Forum Natur Brandenburg“ organisierten Landnutzerverbände geübt. Der Entwurf sei ziellos, visionslos, kraftlos" und könne nicht als Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen dienen. Auf Basis des Papiers lasse sich keine realistische „Wolfs- und Weidetierzukunft“ in Brandenburg gestalten, so das Forum. Die Landesregierung solle den Entwurf daher zurücknehmen, erklärten die Verbände und präsentierten einen eigenen Acht-Punkte-Plan für die Ausgestaltung des Wolfsmanagements.
Dieser umfasst unter anderem:
  • die Festlegung eines Bestandsziels für den Wolf, wozu im Landwirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden solle.
  • die Aufnahme der Art ins Jagdrecht, damit der über das Bestandsziel hinausgehende Zuwachs erlegt werden könne.
  • ein vollständiger Schadensausgleich mit Rechtsanspruch für die Nutztierhalter, der für durch Wölfe verursachte Schäden festgelegt wird.
  • eine Umkehrung der Beweislast, so dass zunächst grundsätzlich von einem Wolfsriss ausgegangen werde und die Beweislast bei der Verwaltung liege.
  • die vollständige Übernahme der Kosten für Präventionsmaßnahmen, die durch die Nutztierhalter zum Schutz ihrer Herden umgesetzt werden.
  • die Einrichtung einer Clearingstelle auf Ebene des Landwirtschaftsministeriums, die bei Konflikten ein beratendes Votum für die Landesregierung abgeben solle.

Quelle: AgE


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