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bpt kritisiert schleppende Umsetzung der Antibiotika-Datenbank

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) hat die Bundesländer aufgerufen, den in der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) geforderten Aufbau einer zentralen Datenbank zur Meldung der Antibiotikaanwendungen in der Mast von Rindern, Schweinen und Geflügel endlich aufzunehmen.

Denn neun Monate nach der Verabschiedung des Gesetzes stehe die Errichtung der in die Verantwortung der Länder fallenden Datenbank immer noch aus – "das Herzstück der Novelle" zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes sollte eigentlich zum 1. April dieses Jahres von Landwirten und Tierärzten umgesetzt werden können. Doch immer noch seien wichtige rechtliche und organisatorische Fragestellungen ungeklärt, ebenso wie die Festlegung, ab welchen Tierzahlen der Landwirt Daten melden müsse, so der bpt am vergangenen Freitag.

Der bpt-Präsident, Dr. Hans-Joachim Götz, zeigte sich irritiert über die Verzögerungen und verlangte von den Ländern, endlich „ihre Hausaufgaben” zu machen, damit das Gesetz zur Antibiotikameldepflicht fristgerecht in zwei Wochen in Kraft treten könne. Außerdem forderte er die Einrichtung einer Schnittstelle zur bereits existierenden Antibiotika-Datenbank der Qualität und Sicherheit GmbH (QS). Denn nur so könne gewährleistet werden, dass die Überwachungsbehörden so schnell wie möglich die Behandlungshäufigkeit mit Antibiotika in den Betrieben beurteilen und mit anderen Betrieben vergleichen könnten. Bei Überschreitungen der bundesweiten Mittelwerte müssen die betroffenen Betriebe nachweislich geeignete Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes ergreifen, erläuterte der bpt-Präsident. (AgE)