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Bauernbund fordert bessere Milchlieferverträge für Erzeuger

Mit fairen Milchlieferverträgen, festen Preisen und Mengen die Marktposition der Milcherzeuger gegenüber den Molkereien stärken - das fordert der Deutsche Bauernbund (DBB). Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und die Agrarminister der Länder erhielten ein Schreiben, in dem DBB- Präsident Kurt-Henning Klamroth eine Änderung des Marktstrukturgesetzes vorschlug. Auf der Tagung des Amtschefs soll darüber am 8. Dezember in Wiesbaden beraten werden, hieß es in dem Schreiben vom 27. November. Aktuelle Lieferverträge mit Andienungspflicht und nachträglicher Preisfestsetzung stammen aus der „Mottenkiste“ des dörflichen Genossenschaftswesens und schwächen die Position der Erzeuger gegenüber den multinationalen Milchkonzernen, so der DBB.
Der Bauernbund will deshalb die bisherigen Liefer- und Abnehmerbeziehungen ändern, was in einer Zusatzklausel im Agrarstrukturgesetz verbindlich festgehalten werden soll.
In einem Liefervertrag für in Deutschland produzierte Milch zwischen Erzeuger und Genossenschaftsmeierei, Privatunternehmen und Erzeugergemeinschaft solle eindeutig festgelegt werden, welche Rohstoffmenge im definierten Zeitraum (zwischen vier Monaten und maximal vier Jahren) angeboten werden soll, ebenso wie Festpreis und Liefermenge einer Standardmilch (4,0% Fett und 3,4% Eiweiß) der Güteklasse Eins.
Es sollen ausdrücklich keine Preisanpassungen mehr während eines Lieferzeitraumes, die Kopplung an die Preise anderer Marktteilnehmer sowie die Ausweisung von Zu- und Abschlägen aufgrund bestimmter Abholorte oder -mengen statthaft sein. (AgE)