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Milchquotenbörse

Quotenpreise ziehen deutlich an!

Im Westen hat sich bei der 31. Milchbörse am 1. November 2011 der Handelspreis um 4 Cent auf 13 Cent je kg erhöht. Im Übertragungsgebiet Ost blieb der Handelspreis mit 3 Cent je kg konstant. Der gewogene Durchschnittspreis für Deutschland wird mit 11 Cent je kg Quote angegeben. Auch diesmal saugte der Norden erneut die Quote aus dem Süden an.

Entwicklung der Milchquotenpreise seit Einführung der beiden Handelsregionen OST und WEST.
Die stabilen Milchpreise haben die Milchquotenpreise im Westen in die Höhe getrieben. Anders lässt sich das Ergebnis der Handelsrunde vom 2. November 2011 nicht erklären.

Insgesamt haben 6.501 Milcherzeuger bei dieser Handelsrunde Milchquote im Durchschnitt 62.000 kg Milch (403,4 Mio. kg gesamt) nachgefragt. Angeboten wurden jedoch mit 228,4 Mio. kg nur knapp die Hälfte der nachgefragten Menge (78.736 kg /Anbieter).

Im Westen wurden 345,1 Mio. kg nachgefragt, jedoch nur 172,9 Mio. kg angeboten. Im Handelsgebiet Ost stimmten hingegen Angebots- (55 Mio. kg) und Nachfragemenge (58 Mio. kg) in etwa überein. Die Anzahl der Nachfrager in Deutschland hat sich im Vergleich zum Apriltermin erhöht. Von den 6.501 Nachfragern konnten bundesweit nur 54 % erfolgreich Quote erwerben (49 % im Westen; Übersicht 1).

Deutschland Ost West
Preise/€ 0,11 0,03 0,13
Gehandelte Menge (Mio. kg) 221,7 49,5 172,2
Menge (Mio. kg)
angeboten 228,4 55,6 172,8
nachgefragt 403,4 58,3 345,1
Anbieter (Anz. gesamt) 2.901 80 2.821
Nachfrager (Anz. gesamt) 6.501 197 6.304

73.000 kg wurden pro Betrieb im Nordwesten nachgefragt

Im Durchschnitt haben die Milchviehbetriebe im Norden und Westen (SH/Nds und NRW) rund 73.000 kg Milch an der Börse nachgefragt, während die "Melker" in Baden-Württemberg 47.442 und in Bayern nur 34.832 kg gesucht haben. Diese Zahlen untermauern das unterschiedliche Wachstumstempo der einzelnen Milchregionen. So verwundert es denn auch kaum, dass die süddeutschen Bundesländer haben erneut größere Mengen Milchquoten an den Norden abgegeben. Die größten Verluste musste wiederum Bayern (- 25,3 Mio. kg) hinnehmen. Mit -2,2 Mio. kg verlor das „Ländle“ diesmal vergleichsweise wenig Milch. Größere Milchmengen sind auch wieder aus Hessen (-2,5 Mio. kg)  und Rheinland-Pfalz/Saarland (-2,0 Mio. kg) abgeflossen. Seit Einführung der bundesweiten Handelbarkeit der Milchquote im Juli 2007 sind aus den fünf Bundesländern somit bereits 246 Mio. kg Milch in den Norden und Westen abgewandert (Übersicht 2).

Quotensaldo, in Mio. kg
Übertragungs-gebiete Nov. 08 Apr. 09 Jul. 09 Nov. 09 Apr. 10 Jul. 10 Nov. 10 Apr. 11 Jul. 11 Nov. 11 insgesamt
Baden-Württemberg 8,20 -2,40 0,10 -5,10 -8,80 -8,60 -5,40 -10,10 -1,50 -2,2 -35,8
Bayern 0,30 9,20 -5,90 -7,40 -12,20 -38,80 -16,20 -38,80 -21,90 -25,3 -157,0
Niedersachsen 1) 1,40 -17,10 -7,90 4,40 27,10 54,50 21,70 61,30 28,20 27,2 200,8
Nordrhein-Westfalen 0,60 6,70 16,50 13,70 2,70 2,00 4,20 8,70 0,50 4,9 60,4
Hessen -3,10 0,10 -5,10 -4,20 -8,60 -5,90 -5,70 -10,30 -3,70 -2,5 -48,9
Rheinland-Pfalz 2) -1,10 3,40 2,30 -0,50 -0,30 -3,10 1,40 -2,90 -1,60 -2,0 -4,4
Brandenburg 2,50 0,50 1,90 -6,00 -0,60 -0,13 -0,75 3,00 2,10 0,12 2,6
Mecklenburg-Vorpommern -0,90 -1,00 1,30 17,10 1,50 3,00 8,30 6,80 13,70 -0,11 49,7
Sachsen -1,40 2,80 0,00 -2,70 -2,60 -0,24 -8,30 -0,90 -7,30 4,2 -16,3
Sachsen-Anhalt 1,10 -3,00 -2,10 -7,00 1,80 -4,30 -2,80 -2,20 0,20 1,1 -17,1
Thüringen -1,30 0,70 -1,20 -1,30 -0,20 1,20 3,50 -0,70 -8,70 -5,4 -13,4
1) zuständig auch für Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen; 2) zuständig auch für das Saarland

Entwicklung der Milchquotenpreise seit Einführung der beiden Handelsregionen OST und WEST.