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Weniger Exportrinder in 2018 Digital Plus

Der Bundesverband hat seinen Jahresbericht mit Daten zur Rinderproduktion aus 2018 veröffentlicht. Die Zahl an Exportzuchtrindern ging demnach zurück. Und die in 2019 verstärkte Diskussion um Lebendtierexporte dürfte die Zahlen weiter sinken lassen.

Die Zahl an aus Deutschland exportierten Zuchtrindern ist im vergangenen Jahr geringer gewesen als noch in 2017. Insgesamt wurden 2018 mit einer Anzahl von 123.824 Stück weniger Rinder aller Rassen in EU- sowie Drittländer exportiert, als in 2017 (142.520 Stück). Das entspricht nach Auswertungen des Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) einem Rückgang um -13,1% (nach Daten des Statistischen Bundesamtes). Je nach Rinderrasse gab es hier allerdings Unterschiede. So zeigten sich nur die Zahlen von Rindern der Rassen Holstein rotbunt, Fleckvieh und Braunvieh rückläufig, während die Zahl der aus Deutschland ausgeführten Zuchtbullen und Zuchtrinder der Rasse Holstein schwarzbunt um etwas über 1.000 Stück gestiegen ist (nach Daten der Mitgliederorganisationen des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V.; ACHTUNG: nicht alle Rinderrassen berücksichtigt). 1 Zuchtrinderexport 2018 nach Rassen Weniger Exporte in Drittländer Die Anfang dieses Jahres in einigen Bundesländern verhängten Exportstopps für lebende Rinder in Drittländer werden die Zahlen an Exportrindern in 2019 vermutlich weiter sinken lassen, als das sie schon im vergangenen Jahr zurück

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Die Zahl an aus Deutschland exportierten Zuchtrindern ist im vergangenen Jahr geringer gewesen als noch in 2017. Insgesamt wurden 2018 mit einer Anzahl von 123.824 Stück weniger Rinder aller Rassen in EU- sowie Drittländer exportiert, als in 2017 (142.520 Stück). Das entspricht nach Auswertungen des Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) einem Rückgang um -13,1% (nach Daten des Statistischen Bundesamtes). Je nach Rinderrasse gab es hier allerdings Unterschiede. So zeigten sich nur die Zahlen von Rindern der Rassen Holstein rotbunt, Fleckvieh und Braunvieh rückläufig, während die Zahl der aus Deutschland ausgeführten Zuchtbullen und Zuchtrinder der Rasse Holstein schwarzbunt um etwas über 1.000 Stück gestiegen ist (nach Daten der Mitgliederorganisationen des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V.; ACHTUNG: nicht alle Rinderrassen berücksichtigt). 1 Zuchtrinderexport 2018 nach Rassen Weniger Exporte in Drittländer Die Anfang dieses Jahres in einigen Bundesländern verhängten Exportstopps für lebende Rinder in Drittländer werden die Zahlen an Exportrindern in 2019 vermutlich weiter sinken lassen, als das sie schon im vergangenen Jahr zurückgegangen sind. In 2018 zeigte sich den Auswertungen des Bundesverband Rind und Schwein e.V. nach bei den Drittlandexporten ein Rückgang um -13,1 % in der Anzahl an Zuchtrindern insgesamt. Der erheblichste Rückgang war dabei bei den Ausfuhren in die Türkei zu beobachten, diese verringerten sich um knapp 50% gegenüber dem Vorjahr. Und bei den im Frühjahr 2019 verhängten Exportstopps in Drittländer war auch die Türkei (jahrelanges Export-Drittland Nr. 1) eines der Länder auf den Verbotslisten für Lebendtiertransporte. Genauso wie u.a. Aserbaidschan, Ägypten, Algerien, Jemen, Jordanien, Kasachstan, Kirgisistan, Libanon, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Die Rechtskonformität der Rindertransporte in Drittländer und damit ihre Genehmigungen bleiben auch im Sommer 2019 aufgrund von dem fraglich möglichem Einhalten von EU-Regelungen zum Tierschutz auf den Strecken sowie deren Kontrollen in der Kritik. Siehe unter anderem "Rindertransporte in Drittländer nicht rechtskonform", ein Bericht zu dem Vortrag von Dr. Gabriele Fuchs (Landratsamt Oberallgäu) auf den Bayrischen Tierärztetagen 2019. Rinderzuchtverbände (u.a. die Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G., RSH; siehe "Stellungnahme RSH eG zum Thema Zuchtrinderexport") erklären dagegen, dass es ihr ureigenes Interesse sei, dass die exportierten Tiere vor, während und auch nach dem Transport tierwohlgerecht behandelt werden. Und sie setzten sich deshalb dafür ein, dass das geltende Recht – vor allem die EU-Tierschutztransportverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1/2005) – bei allen Transporten und über die Grenzen der Europäischen Union hinaus eingehalten werden. Schließlich seien neben den Verkäufern der Rinder auch die Käufer in den Einfuhrländern aus ethischen sowie auch wirtschaftlichen Gründen daran interessiert, dass die Rinder unversehrt an ihren Zielorten ankommen. Und das auch in Drittländern. Der Export von Zuchtrindern dient dort dem Zweck, die Selbstversorgung in den Zielländern mit Milch und Milchproduktion zu verbessern. 2 Zuchtrinderexporte in Drittländer in 2018 Und auch weniger Exporte innerhalb der EU Gleichzeitig ist, den Auswertungen des Bundesverband Rind und Schwein e.V. nach, in 2018 auch die Zahl an aus Deutschland in EU-Länder exportierten Zuchtrindern geringer ausgefallen als in 2017, und zwar um -11,8 %. Auffällig gesunken sind dabei im vergangenen Jahr die Exporte von Zuchtrindern nach Belgien und Österreich (über -20%). Gestiegen sind dagegen die Ausfuhren nach Luxemburg (+21,6 %) und in das Vereinigte Königreich (+15,4%). 3 Zuchtrinderexporte 2018 nach Abnehmerländer (innerhalb EU) Quellen: Bundesverband Rind und Schwein e.V.; Wir sind Tierarzt; RSH, Masterrind