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Welcher Trend passt zu mir?

Auf Milchviehhalter prasseln jeden Tag Informationen über neueste Trends in der Milchviehhaltung ein. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten!

Weidemilch, Regionalität, antibiotikafreie Milchproduktion, Digitalisierung, Nachhaltigkeit – nur ein paar der Schlagworte, die immer wieder als wichtige Zukunftstrends diskutiert werden. Leicht verliert man den Überblick. Zudem besteht in der täglichen Routine meist wenig Freiraum, um sich als Betriebsleiter umfassend mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu beschäftigen. „Doch um Zukunftsentscheidungen für den Betrieb zu treffen, muss ein Betriebsleiter sich irgendwann für relevante Trends entscheiden und den Betrieb entsprechend ausrichten“, sagt Clemens Große Macke, Berater und Coach. Auf die Politik sei dabei wenig Verlass – immer weniger Bauern gestalten die Politik aktiv in Landtagen und Bundestag mit, häufig werden politische Entscheidungen nach Trends getroffen.

Umso wichtiger daher, ein Gefühl für die Verbraucher zu bekommen, die schließlich künftig die Standortbedingungen beeinflussen. Tipp: Auf Verbrauchermessen wie der ANUGA in Köln kann man als Landwirt einen Eindruck davon bekommen, welche Trends in der Ernährungswirtschaft aufkommen. Lebensmittel müssen künftig „gut zu denken“ sein, eine emotionale Qualität besitzen. Das Wissen darum hilft bei der Entscheidungsfindung, wie der Betrieb in Zukunft weiterentwickelt werden kann.

Fahren Sie einen Tag lang weg, um verschiedene Szenarien zu durchdenken. Wenn dieser Trend sich verstärkt, was bedeutet das für mich und für meinen Betrieb? Wie viel Wachstum ist auf diesem Standort möglich? Lohnt es sich für mich, hier zu investieren? Wie würde sich meine Art zu arbeiten ändern? Alles Dinge, die durchdacht werden sollten, bevor man baut.

Erst informieren – dann entscheiden

Fazit: Um Trends für den eigenen Betrieb richtig einzuordnen, sprechen Sie mit vielen verschiedenen Menschen. Gute Unternehmer machen Dinge anders -  gehen Sie auf Verbrauchermessen oder laden Sie fremde Menschen ein, für einen Nachmittag mit Ihnen den nächsten Wachstumsschritt Ihres Betriebes zu planen. Natürlich kann man nicht jeden Trend adaptieren, weil es zum Betrieb nicht passt. Schaffen Sie sich eine Vision: Wie sieht mein Betrieb in 15 Jahren aus? Auf diese Vision können Sie dann hinarbeiten und sich Zwischenziele setzen. Großes Schaffen heißt großes Denken!
 
Quelle: Vortrag von Clemens Große Macke im Rahmen eines Powermanagement-Seminars, November 2017

Autor: Stöcker