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EuroTier: Management und Tiergesundheit

Milchkuhhaltung 4.0

Virtual Reality im Stall. Geht es nach der Firma Nedap soll das Herdenmanagement über eine 3D-Brille organisiert werden. Über Handbewegungen lassen sich Daten eingeben. Dies ist nur eines der interessanten Produkte rund ums Management!

Wärmebehälter HeatBox (Silbermedaille): Zur Befestigung von Klauenklötzen in der Klauenpflege werden oft Zweikomponentenkleber eingesetzt. Deren Aushärtegeschwindigkeit ist jedoch stark von der Umgebungstemperatur abhängig, was insbesondere im Winter zu schlechteren Klebequalitäten führt. Die Firma Kerbl hat deshalb die HeatBox entwickelt, die aus zwei Kammern besteht und den Kleber bei konstanten 20°C temperieren soll. So soll eine optimale Klebequalität erreicht werden.

Halle 11, Stand D43

MS Korund (Silbermedaille): Dieses System von Schippers besteht aus dem Hoof Scan und der Hoof Care Box. Im Hoof Scan werden Fotos von der Klaue aufgenommen und das Gewicht gemessen. Die Software ermittelt, ob es signifikante Abweichungen gibt. Diesem Ergebnis entsprechend wird die Kuh, wenn nötig, zur Hoof Care Box (Klauenstand mit Waschmodul) weitergeleitet. Diese Informationen werden automatisch mit dem Herdenmanagementsystem mittels Tier-ID verknüpft.

Halle 11, B20

CBS-System (Silbermedaille): Eine beginnende Lahmheit zu erkennen, erfordert ein geübtes Auge. Das automatische 3D Bildanalysesystem der Firma dsp-Agrosoft soll die sich bewegenden Milchkühe berührungslos vermessen. Nach jedem Melkvorgang werden die Körperkondition (Cow condition score) und das Gangbild (Cow movement score) erfasst. Die Vernetzung mit dem Herdenmanagementprogramm ist möglich.

Halle 26, C15

CowControl (Silbermedaille): Die Firma Nedap bietet Augmented reality (erweiterte Realität) für den Milchkuhstall an. Dabei werden alle wichtigen Herden-Informationen auf eine Mixed-Reality-Brille gespielt. Diese Brille erfasst die Blickrichtung und bietet z.B. Informationen zu dem im Blickfeld befindlichen Tieren an. Gleichzeitig können Informationen mithilfe von Handbewegungen eingegeben und gespeichert werden.

Halle 13, C56

smaXtec 360 (Silbermedaille): Der neue Pansenbolus von smaXtec animal care kann neben den bisher schon gesammelten Informationen (Brunst, Abkalbung, Gesundheit auf Basis Aktivität/Temperatur) jetzt auch die Wiederkäuaktivität, Herzrate und Pansenmotilität messen. Durch die Kombination dieser Parameter sollen weitreichende Auswertungen und Aussagen zur Tiergesundheit getroffen werden können.

Halle 11, C20

HoloBlock: Der Klauenklotz der Firma Kerbl ist aus Holzfaser hergestellt, der nach dem Kleben gleichmäßig abgelaufen wird. So sollen keine Sehnenprobleme bei den Kühen entstehen. Auf der einen Seite befinden sich Noppen, die einen optimalen Abstand zwischen Klauen und Klotz gewährleisten sollen. Von der anderen Seite besteht der Klotz aus wabenförmigen Strukturen und Hohlräumen, die ein schnelles Erwärmen des Klebers ermöglichen.

Halle 11, Stand D43

Elevate: Das Programm von Semex verspricht einen schnellen Zugang zu genomischen Informationen der weiblichen Tiere. So sollen sichere Anpaarungsentscheidungen, aufgrund genomischer Zuchtwerte, möglich sein. Dabei werden auch eigene betriebliche Strategien (Tiergesundheit fördern, Leistung steigern, Exterieur verbessern...) zur Anpaarungsentscheidung hinzugezogen. Zudem berücksichtigt das Programm den Gesundheitszuchtwert Immunity+, um die Immunabwehr der Herde zu stärken.

Halle 11, G46

Orbiter: Die automatische Verarbeitungsanlage von Lely verarbeitet Milch direkt aus den Melkrobotern bis zur Flaschenabfüllung. Das System erhält Milch direkt von zwei bis vier Melkrobotern Das Orbiter-Konzept ermöglicht es Milchkuhhaltern die eigene Milch selbst zu verarbeiten und zu vermarkten. Die Anlage soll die gleichen hohen Qualitätsstandards wie große industrielle Verarbeitungsanlagen erfüllen. Hier finden Sie ein Video dazu.

Halle 13, B42

Das meint die Redaktion

Willkommen in der Zukunft: Erstmals hält Virtual Reality Einzug ins Herdenmanagement. Mit dem neuen CowControl-System von Nedap werden über eine Brille 3D-Projektionen in der direkten Umgebung dargestellt. Damit sieht man nicht nur die einzelne Kuh im Stall, sondern kann sich auf der Brille (Hololens) alle wichtigen Kennzahlen anzeigen lassen und bearbeiten. Noch ist die Technik nicht ganz ausgereift, die Brille nicht im großen Stil und zu einem annehmbaren Preis zu kaufen. Heute vielleicht noch kaum vorstellbar, kann auch in der Milchkuhhaltung die Digitalisierung 4.0 neue Wege im Herdenmanagement einschlagen. Lassen wir uns überraschen!