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So wenig Kühe und Melker wie nie zuvor! Digital Plus

In immer weniger Ställen werden in Deutschland noch Milchkühe gemolken. Aber nicht nur die Anzahl der Milcherzeuger nimmt ab, auch der Milchkuhbestand ist auf den niedrigsten Stand seit 2008 gefallen.

Am Stichtag 3. Mai 2019 standen noch knapp 4,07 Mio. Milchkühen in den Ställen der deutschen Milcherzeuger. Basierend auf den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der Milchkühe binnen eines Jahres um 100.213 Stück oder 2,4 % gesunken. Das ist der niedrigste Milchkuhbestand seit der Umstellung der Erhebung auf die Daten der HIT-Datenbank im Jahr 2008. In besagtem Jahr standen 4,22 Mio. Kühe in den Ställen, der Höchstbestand wurde 2014 mit 4,31 Mio. Kühen ermittelt. Mit großem Abstand finden sich nach wie vor in Bayern die meisten Milchkühe (1,14 Mio. Tiere), auf Platz 2 folgen Niedersachsen (844.000 Tiere), Nordrhein-Westfalen (406.000 Tiere) und Schleswig-Holstein

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Am Stichtag 3. Mai 2019 standen noch knapp 4,07 Mio. Milchkühen in den Ställen der deutschen Milcherzeuger. Basierend auf den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der Milchkühe binnen eines Jahres um 100.213 Stück oder 2,4 % gesunken. Das ist der niedrigste Milchkuhbestand seit der Umstellung der Erhebung auf die Daten der HIT-Datenbank im Jahr 2008. In besagtem Jahr standen 4,22 Mio. Kühe in den Ställen, der Höchstbestand wurde 2014 mit 4,31 Mio. Kühen ermittelt. Mit großem Abstand finden sich nach wie vor in Bayern die meisten Milchkühe (1,14 Mio. Tiere), auf Platz 2 folgen Niedersachsen (844.000 Tiere), Nordrhein-Westfalen (406.000 Tiere) und Schleswig-Holstein (378.000 Tiere).Überdurchschnittlich viele Kühe haben Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt verloren, während in Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Sachsen und Thüringen die Bestandsrückgänge teils deutlich unter 2 % lagen. Mit Abstand die meisten Milchkühe sind der Rasse Holstein zuzuordnen (2,9 Mio. Tiere). Die Fleckviehpopulation umfasst rund 1,1 Mio. Milchkühe, an reinrassigen Braunviehkühe wurden 167.517 Tiere gezählt. Nur noch 61.000 melken Der Strukturwandel schreitet unerbittlich fort. Bundesweit wurde nur noch in 61.087 Ställen gemolken. Binnen eines Jahres haben 1.726 Milcherzeuger (4,5 %) die Produktion eingestellt. Allerdings hat sich die Aufgaberate zuletzt etwas verlangsamt, denn in den drei Vorjahren betrug der Rückgang im Mittel bei 5,0 %. Die durchschnittliche Bestandsgröße ist weiter gestiegen, im Bundesmittel wurden Anfang Mai 67 Milchkühe gehalten. Damit hat sich die durchschnittliche Herde in der zurückliegenden Dekade mehr als verdoppelt.Etwas mehr als die Hälfte der Milcherzeuger (‭34.337) hält aber dennoch weniger als 50 Kühe. In 15.889 Ställen stehen zwischen 50 und 99 Kühe, 7.908 Milcherzeuger halten 100 bis 199 Kühe und 2.953 mehr als 200 Kühe. Nur noch die ganz Großen wachsen Ein Abgleich der Anzahl Haltungen von Mai 2017 und 2019 deckt auf, dass vorallem der "Mittelbau" wegbricht. Die absolut meisten Milcherzeuger haben in der Größenklassen 10 bis 19 Kühe (-1.646) sowie 20 bis 49 Kühe (-2.916) das Melken dran gegeben. Mittlerweile schrumpft aber auch schon die Anzahl derjenigen, die 100 bis 200 Kühe melken. Die Wachstumsschwelle hat sich mittlerweile auf mindestens 200 Kühe erhöht.