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Die besten Bullen für gesunde Klauen Digital Plus

Mithilfe der Gesundheitszuchtwerte lässt sich u.a. die Klauengesundheit der Herde züchterisch verbessern. Ein Blick auf die aktuell höchsten deutschen Vererber.

Im April 2019 haben die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (vit) die Gesundheitszuchtwerte für deutsche Holsteinbullen erstmals veröffentlicht. Ließ sich die Gesundheit von Kühen bisher nur indirekt über Hilfsmerkmale wie Zellzahl oder Nutzungsdauer züchterisch verbessern, beziehen sich die neuen Zuchtwerte auf direkte Gesundheitsmerkmale wie z.B. das Auftreten von Mortellaro (Dermatitis Digitalis). Hohe Zuchtwerte stehen für das züchterische Ziel, in diesem Fall also für weniger erkrankte Töchter. Zur ersten Orientierung kann der Gesamtindex RZGesund herangezogen werden. Für die gezielte Aufarbeitung von Schwachstellen in der eigenen Herde bedarf es jedoch einen Blick auf die einzelnen Merkmalskomplexe. Die eher geringen Erblichkeiten betonen aber auch den großen Umwelteinfluss auf die Tiergesundheit.

Die Klauengesundheit ist in vielen Milchkuhbetrieben ein ständiges Problem. Klauenerkrankungen verursachen Schmerzen und Lahmheit, kosten Milchleistung und bedeuten erhöhten Arbeitsaufwand. Und anfällige Klauen bleiben eben in den meisten Fällen anfällig. Eine Umfrage der Rinder-Union West eG hat ergeben, dass Milcherzeuger die Klauengesundheit mit 47% als die wichtigste Aufgabe der Zucht in den nächsten fünf Jahren sehen. Der RZKlaue schließt neben der Mortellaroanfälligkeit (DD Control, 30%) auch das Auftreten von Klauengeschwüren, Panaritium, Weiße-Linie-Erkrankungen, Klauenrehe (jeweils 15%) und Limax (10%) ein und ermöglicht dadurch eine direkte Zucht auf gesündere Klauen. In diesem Artikel finden Sie beispielhaft Listen der aktuell höchsten Vererber für den RZKlaue sowie den DD Control. Über die Bullendatenbanken des vit können Sie diese und weitere Rangierungen sowie Bullen mit gewünschten Zuchtwert-Kombinationen abrufen.

Über die Verlinkungen gelangen Sie direkt zu dem entsprechenden Abschnitt:


RZ Klaue (Klauengesundheit)

Der RZKlaue macht 30% am gesamten RZGesund aus und umfasst die einflussreichsten Klauenerkankungen.

1. Schwarzbunt töchtergeprüft

Name

RZG

RZ Klaue

Verband

Parade

99

126

MAR

Piranesi

131

124

RBB

Bacalao

133

124

RBB

2. Schwarzbunt genomisch

Name

RZG

RZ Klaue

Verband

Charlston

147

123

RUW

Topstone

159

122

MAR

Wunder

148

121

RA

3. Rotbunt töchtergeprüft

Name

RZG

RZ Klaue

Verband

Ems Red PP

107

116

MAR

Lasky P

123

116

RSH

Red Winger

121

115

RSH

Lammert

128

115

VOST

4. Rotbunt genomisch

Name

RZG

RZ Klaue

Verband

Passage

153

122

RUW

Stuntman

149

119

RUW

Palm Red P

143

119

MAR

DD Control (Mortellaroanfälligkeit)

DD Control beschreibt die Vererbung der Mortellaroanfälligkeit und ist wiederum mit 30% im RZKlaue vertreten. Zuchtbullen mit besonders hohen DD Control-Zuchtwerten werden zusätzlich gekennzeichnet.

1. Schwarzbunt töchtergeprüft

Name

RZG

DD Control

Verband

Parade

99

144

MAR

Lopin P

115

134

MAR

Piranesi

131

131

RBB

2. Schwarzbunt genomisch

Name

RZG

DD Control

Verband

Mystic PP

139

133

RUW

Topstone

159

132

MAR

Imano

155

131

RBB

3. Rotbunt töchtergeprüft

Name

RZG

DD Control

Verband

Pero Red P

120

128

MAR

Ems Red PP

107

125

MAR

Red Power

138

122

QNE

4. Rotbunt genomisch

Name

RZG

DD Control

Verband

Passage

153

129

RUW

Norway PP

129

124

Greifenb.

Cupid P

126

120

RSH

Merano P

140

120

RSH

Sneaker

148

120

RSH


Bullendatenbank - so finden Sie den passenden Bullen

Diese Vererber können jederzeit über die Bullendatenbanken des vit abgerufen werden, auch für weitere (Gesundheits-)Zuchtwerte. Alle Bullen der deutschen Zuchtorganisationen und deren Zuchtwerte sowie alle international über Interbull verteilten Bullen (inklusive der deutschen Bullen) finden sich in zwei verschiedenen Datenbanken, da über Interbull weniger Informationen zur Verfügung stehen als für deutsche Bullen. Der Aufbau und die Funktionalität sind aber gleich. Über die direkte Eingabe des Namens oder der Lebensnummer wird der entsprechende Bullen inklusive seiner Daten angezeigt. Um andersherum aber vor allem nach bestimmten Merkmalen bzw. hohen Vererbern bestimmter Merkmale zu suchen, können auch individuelle Filter- und Rangierungsfunktionen genutzt werden.

  • Rasse und Bullenkategorie: Zuerst können ganz oben die gewünschte Rasse sowie die Kategorie gewählt werden. D.h. Nutzer können zwischen genomisch getesteten Jungbullen und töchterprüften Bullen sowie zwischen schwarz- und rotbunt wählen. Gesundheitszuchtwerte gibt es bisher nur für Holsteins, generell können aber alle anderen Informationen auch für weitere Rassen ausgewählt werden.
  • Filter: Mit der Filterfunktion können gewünschte Bereiche von verschiedenen Zuchtwerten ausgewählt werden. Im ersten Schritt können ein oder mehrere Merkmale hinzugefügt werden. Im zweiten Schritt wird der Bereich, d.h. die Grenzwerte nach oben und unten (von ... bis ...), eingetragen. So kann ein Züchter zum Beispiel den RZG von 150 bis 160 und den RZKlaue von 115 bis 125 eingrenzen. Folglich wird eine Liste angezeigt, die nur Bullen beinhaltet, die diese Kriterien erfüllen.
  • Rangierung: Lässt man sich eine Bullenliste anzeigen, egal ob mit oder ohne Filter, kann die jeweilige Liste anhand aller angezeigten Zuchtwerte rangiert werden. Aufgrund der großen Anzahl werden die Zuchtwerte der Bullen in drei Ansichten jeweils für Relativzuchtwerte, Milchzuchtwerte, Exterieurzuchtwerte und funktionale Zuchtwerte angezeigt, wobei mit einem Klick zwischen den Ansichten gewechselt werden kann. Die Gesundheitszuchtwerte fallen hier also unter die funktionalen Zuchtwerte. Über den Doppelpfeil ganz oben in der jeweiligen Spalte werden die Bullen in der Auswahlliste nach diesem Zuchtwert rangiert (Standardsortierung nach RZG absteigend). Mit einem weiteren Klick auf den Doppelpfeil wird in umgekehrter Reihenfolge sortiert. Über diese Funktion sind auch die dargestellten Listen der aktuell höchsten Vererber für gesunde Klauen entstanden.

Hier finden Sie die Bullendatenbank.

Die Wahl des passenden Bullen für die eigenen Kühe wird immer komplexer. Unter anderem aufgrund der genomischen Zuchtwertschätzung, neuer Zuchtwerte oder der veränderten Lernstichprobe gibt es ständig neue Daten und stetige Veränderungen. Allein die stetige Veränderung der Holsteinpopulation führt dazu, dass sich die Zuchtwerte und damit auch die Rangierung der Bullen mit jeder Zuchtwertschätzung verändern. Gleichzeitig hat jeder Betrieb eigene Schwachstellen und Ansprüche, sowohl bei Leistungs-, Exterieur- oder Gesundheitsmerkmalen. Grundsätzlich ist es für Milchkuhhalter nicht zu empfehlen, Vererber wie in diesem Beispiel ausschließlich nach nur einem speziellen Merkmal zu selektieren. Vielmehr sollten mehrere Merkmale betrachtet werden, die es in der Herde bzw. bei einem Einzeltier zu verbessern gilt. Gemeinsam mit zuständigen Zuchtberatern oder auch mit Bullenanpaarungsprogrammmen können individuelle Zuchtziele aufgestellt und die einzusetzenden Bullen entsprechend...

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Im April 2019 haben die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (vit) die Gesundheitszuchtwerte für deutsche Holsteinbullen erstmals veröffentlicht. Ließ sich die Gesundheit von Kühen bisher nur indirekt über Hilfsmerkmale wie Zellzahl oder Nutzungsdauer züchterisch verbessern, beziehen sich die neuen Zuchtwerte auf direkte Gesundheitsmerkmale wie z.B. das Auftreten von Mortellaro (Dermatitis Digitalis). Hohe Zuchtwerte stehen für das züchterische Ziel, in diesem Fall also für weniger erkrankte Töchter. Zur ersten Orientierung kann der Gesamtindex RZGesund herangezogen werden. Für die gezielte Aufarbeitung von Schwachstellen in der eigenen Herde bedarf es jedoch einen Blick auf die einzelnen Merkmalskomplexe. Die eher geringen Erblichkeiten betonen aber auch den großen Umwelteinfluss auf die Tiergesundheit. Die Klauengesundheit ist in vielen Milchkuhbetrieben ein ständiges Problem. Klauenerkrankungen verursachen Schmerzen und Lahmheit, kosten Milchleistung und bedeuten erhöhten Arbeitsaufwand. Und anfällige Klauen bleiben eben in den meisten Fällen anfällig. Eine Umfrage der Rinder-Union West eG hat ergeben, dass Milcherzeuger die Klauengesundheit mit 47% als die wichtigste Aufgabe der Zucht in den nächsten fünf Jahren sehen. Der RZKlaue schließt neben der Mortellaroanfälligkeit (DD Control, 30%) auch das Auftreten von Klauengeschwüren, Panaritium, Weiße-Linie-Erkrankungen, Klauenrehe (jeweils 15%) und Limax (10%) ein und ermöglicht dadurch eine direkte Zucht auf gesündere Klauen. In diesem Artikel finden Sie beispielhaft Listen der aktuell höchsten Vererber für den RZKlaue sowie den DD Control. Über die Bullendatenbanken des vit können Sie diese und weitere Rangierungen sowie Bullen mit gewünschten Zuchtwert-Kombinationen abrufen. Über die Verlinkungen gelangen Sie direkt zu dem entsprechenden Abschnitt: RZ Klaue (Klauengesundheit) DD Control (Mortellaroanfälligkeit) Bullendatenbank - So finden Sie den passenden Bullen RZ Klaue (Klauengesundheit) Der RZKlaue macht 30% am gesamten RZGesund aus und umfasst die einflussreichsten Klauenerkankungen. 1. Schwarzbunt töchtergeprüft 2. Schwarzbunt genomisch 3. Rotbunt töchtergeprüft 4. Rotbunt genomisch DD Control (Mortellaroanfälligkeit) DD Control beschreibt die Vererbung der Mortellaroanfälligkeit und ist wiederum mit 30% im RZKlaue vertreten. Zuchtbullen mit besonders hohen DD Control-Zuchtwerten werden zusätzlich gekennzeichnet. 1. Schwarzbunt töchtergeprüft 2. Schwarzbunt genomisch 3. Rotbunt töchtergeprüft 4. Rotbunt genomisch Bullendatenbank - so finden Sie den passenden Bullen Diese Vererber können jederzeit über die Bullendatenbanken des vit abgerufen werden, auch für weitere (Gesundheits-)Zuchtwerte. Alle Bullen der deutschen Zuchtorganisationen und deren Zuchtwerte sowie alle international über Interbull verteilten Bullen (inklusive der deutschen Bullen) finden sich in zwei verschiedenen Datenbanken, da über Interbull weniger Informationen zur Verfügung stehen als für deutsche Bullen. Der Aufbau und die Funktionalität sind aber gleich. Über die direkte Eingabe des Namens oder der Lebensnummer wird der entsprechende Bullen inklusive seiner Daten angezeigt. Um andersherum aber vor allem nach bestimmten Merkmalen bzw. hohen Vererbern bestimmter Merkmale zu suchen, können auch individuelle Filter- und Rangierungsfunktionen genutzt werden. Rasse und Bullenkategorie: Zuerst können ganz oben die gewünschte Rasse sowie die Kategorie gewählt werden. D.h. Nutzer können zwischen genomisch getesteten Jungbullen und töchterprüften Bullen sowie zwischen schwarz- und rotbunt wählen. Gesundheitszuchtwerte gibt es bisher nur für Holsteins, generell können aber alle anderen Informationen auch für weitere Rassen ausgewählt werden. Filter: Mit der Filterfunktion können gewünschte Bereiche von verschiedenen Zuchtwerten ausgewählt werden. Im ersten Schritt können ein oder mehrere Merkmale hinzugefügt werden. Im zweiten Schritt wird der Bereich, d.h. die Grenzwerte nach oben und unten (von ... bis ...), eingetragen. So kann ein Züchter zum Beispiel den RZG von 150 bis 160 und den RZKlaue von 115 bis 125 eingrenzen. Folglich wird eine Liste angezeigt, die nur Bullen beinhaltet, die diese Kriterien erfüllen. Rangierung: Lässt man sich eine Bullenliste anzeigen, egal ob mit oder ohne Filter, kann die jeweilige Liste anhand aller angezeigten Zuchtwerte rangiert werden. Aufgrund der großen Anzahl werden die Zuchtwerte der Bullen in drei Ansichten jeweils für Relativzuchtwerte, Milchzuchtwerte, Exterieurzuchtwerte und funktionale Zuchtwerte angezeigt, wobei mit einem Klick zwischen den Ansichten gewechselt werden kann. Die Gesundheitszuchtwerte fallen hier also unter die funktionalen Zuchtwerte. Über den Doppelpfeil ganz oben in der jeweiligen Spalte werden die Bullen in der Auswahlliste nach diesem Zuchtwert rangiert (Standardsortierung nach RZG absteigend). Mit einem weiteren Klick auf den Doppelpfeil wird in umgekehrter Reihenfolge sortiert. Über diese Funktion sind auch die dargestellten Listen der aktuell höchsten Vererber für gesunde Klauen entstanden. Hier finden Sie die Bullendatenbank. Die Wahl des passenden Bullen für die eigenen Kühe wird immer komplexer. Unter anderem aufgrund der genomischen Zuchtwertschätzung, neuer Zuchtwerte oder der veränderten Lernstichprobe gibt es ständig neue Daten und stetige Veränderungen. Allein die stetige Veränderung der Holsteinpopulation führt dazu, dass sich die Zuchtwerte und damit auch die Rangierung der Bullen mit jeder Zuchtwertschätzung verändern. Gleichzeitig hat jeder Betrieb eigene Schwachstellen und Ansprüche, sowohl bei Leistungs-, Exterieur- oder Gesundheitsmerkmalen. Grundsätzlich ist es für Milchkuhhalter nicht zu empfehlen, Vererber wie in diesem Beispiel ausschließlich nach nur einem speziellen Merkmal zu selektieren. Vielmehr sollten mehrere Merkmale betrachtet werden, die es in der Herde bzw. bei einem Einzeltier zu verbessern gilt. Gemeinsam mit zuständigen Zuchtberatern oder auch mit Bullenanpaarungsprogrammmen können individuelle Zuchtziele aufgestellt und die einzusetzenden Bullen entsprechend ausgewählt werden. Weitere Informationen Mehr zu den Gesundheitszuchtwerten, der praktischen Arbeit und deren Mehrwert gegenüber den ähnlichen Relativzuchtwerten lesen Sie in den Artikeln Neue Zuchtwerte für direkte Gesundheitsmerkmale Warum die Gesundheitszuchtwerte eine Chance sind und auf der Website www.richtigzüchten.de. Quelle: vit Verden