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Keine Weideprämie in Niedersachsen

Von der rotgrünen Vorgängerregierung wurde sie angekündigt, die Fördermaßnahmen aber offensichtlich gar nicht für den Haushalt beantragt, jetzt wird es sie nicht mehr geben: die Weideprämie. Und die Grünlandprämie, die eigentlich durch die Weideprämie abgelöst werden sollte, läuft trotzdem 2018 aus.

In Niedersachsen wird es vorerst keine Weideprämie zur Förderung der Weidehaltung von Milchkühen und anderen Wiederkäuern geben. Nach mehreren Zeitungsberichten gab das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen vergangenen Donnerstag (8.2.) in Hannover nun eine Klarstellung ab: Die vom früheren Ressortchef Christian Meyer in 2017 für den Fall einer Wiederwahl angekündigte Prämie zur Verbesserung des Tierschutzes in der Milchkuhhaltung wird nicht umgesetzt.

Hintergrund für die Nichtumsetzung ist, dass der Tierschutz in der Milchkuhhaltung allein mit der Vorgabe einer bestimmten Beweidungsdauer nicht effektiv verbessert werden könne. Zudem gebe es Stallhaltungsformen, die auch ohne Weidehaltung als sehr tiergerecht einzustufen seien. Von dem ehemaligen grünen Landwirtschaftsminister Meyer geplant gewesen war, mit der Zahlung von 60 € pro Großvieheinheit (GVE) für die Weidehaltung die Tierschutzbedingen zu verbessern.

Es handele sich laut dem Agrarressort nun jedoch keineswegs um eine Streichung der Prämie, wenn sie von der neuen Landesregierung nicht umgesetzt werde. Denn laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums seien die von der rot-grünen Vorgängerregierung geplanten Fördermaßnahmen weder beantragt, noch in den Haushalt eingestellt worden.

Grünland-Prämie fällt trotzdem weg; Unterstützung Weidemilchprogramm bleibt

Auch hinsichtlich der sogenannten Grünlandprämie bzw. Ausgleichszulage für Grünland in benachteiligten Gebieten, die in Niedersachsen 2018 letztmalig ausgezahlt werde und nach den früheren Plänen von Meyer durch die Weideprämie ersetzt werden sollte, "seien die Würfel gefallen": Bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2017/18 habe die rot-grüne Vorgängerregierung nämlich keine Mittel für eine weitere Zahlung bereitgestellt. Damit stünden nun keine Gelder für eine weitere Zahlung zur Verfügung!

Fortführen wird die jetzt rot-schwarze Landesregierung dem Ministerium zufolge aber die Unterstützung und Begleitung des Weidemilchprogrammes. Denn hier zeigten Untersuchungen, dass es für Weidemilch Absatzpotentiale gebe. Davon könnten die Milcherzeuger finanziell profitieren.

Schließlich wurde angekündigt, die Suche nach wirksamen und problemorientierten Tierwohlmaßnahmen für die nächste Förderperiode zu intensivieren. Fördermaßnahmen sollten dort ansetzen, wo die Probleme am größten seien.

Quelle: AgE

Bearbeitet: Berkemeier