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Innovationen in Milchviehbetrieb nur mit Know-How erfolgreich

Nachhaltig höhere Gewinne aus Milchproduktion sind durch die Erhöhung der Effizienz der Maßnahmen durch die Investition in innovative Technologien möglich.

Investitionen in innovative Technologien zahlen sich für Milchbetriebe aber nur dann aus, wenn auch ausreichend Know-How für eine effiziente Nutzung dieser Neuerungen zur Verfügung steht. Das geht aus einer empirischen Studie hervor, die Wissenschaftler des Instituts für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-Universität Kiel unter Leitung von Prof. Uwe Latacz-Lohmann erarbeitet haben und deren Ergebnisse im Rahmen der 52. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) vergangene Woche in Hohenheim vorgestellt haben.

Die empirische Studie beleuchtet den dynamischen Zusammenhang zwischen Innovation und Effizienz auf Betriebsebene. Genutzt wurde ein umfangreicher Datensatz für Milchbetriebe in Deutschland für den Zeitraum 1995 bis 2010.

Gute Ausbildung ist Schlüsselfaktor

Danach ist die Ausbildung eines Betriebsleiters maßgeblich für die Frage, ob eine Investition die Effizienz der Milchproduktion erhöht. Je besser ein Milcherzeuger ausgebildet ist, desto eher gelingt es ihm, eine Investition gewinnbringend für seinen Betrieb zu nutzen. Die Kieler Wissenschaftler erachten deshalb Investitionen in Aus- und Weiterbildung auf der einen und in innovative Technologien auf der anderen Seite als entscheidende Kriterien für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Milcherzeugung. Sie legten den politischen Akteure ans Herz, diese beiden Aspekte (einzelbetriebliche Investitionen in Technik und in eine (höhere) landwirtschaftliche Ausbildung) bei Förderungmaßnahmen zu beachten. Aber auch die Milcherzeuger selbst sollten die Fortbildung als Strategie für eine mittel- und langfristig erfolgreiche Entwicklung ihrer Betriebe nutzen. In die Pflicht nahmen die Wissenschaftler zudem auch die Anbieter von Landtechnik, diese seien gut beraten, neben Technologien Know-How zu deren Nutzung mitzuliefern.