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IGMilchbarometer schwächer, aber mit steigender Tendenz

Im Februar 2019 hat sich das auf Börsennotierungen basierende IGMilchbarometer verschlechtert. Dennoch: Das Barometer zeigt eine tendenziell positive Entwicklung der Milchpreise für die kommenden Monate an.

Ende Februar 2019 ist das aus den Börsenkursen der nächsten 12 Monate berechnete IGMilchbarometer* gegenüber dem Vormonat um 0,5 Cent oder 1,5% auf 33,9 Cent pro kg Milch gesunken. Im Januar hatte sich das Barometer zuletzt leicht verbessern können. Auf einem niedrigeren Niveau aber dennoch: das Barometer zeigt eine tendenziell positive Entwicklung der Milchpreise** für die kommenden Monate an. Dem Verlauf der Börsennotierungen nach müssten die Milcherzeugerpreise ab März wieder ansteigen können. Verantwortlich für die nun wieder gesunkenen Barometerwerte sind die deutlichen Preissenkungen der an der Börse (EEX) gehandelten Butterfutures (- 4,9%). Diese konnten auch nicht durch die gestiegenen Preise für dort gehandeltes Magermilchpulver (+ 2,5%) kompensiert werden.

Die aktuelle Eintrübung der Erwartungen ist mehr die Folge der Markteinschätzungen innerhalb Europas. Witterungsbedingt werden derzeit höhere Milchanlieferungen innerhalb der EU erwartet und teilweise auch bereits verzeichnet. Die Unsicherheit über die Markteffekte eines Brexits steigen täglich. Diese kurzfristigen Einschätzungen können durch positivere Vorzeichen von den internationalen Märkten (z.B. schwächeres Milchangebot in Ozeanien) offensichtlich nicht kompensiert werden, erklärt die Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM).

1 Das IGMilchbarometer Februar 2019

Im Februar entwickelte sich das IGMilchbarometer wieder schwächer, zeigt aber dennoch eine positive Preisentwicklung.

Hier der vollständige Bericht als pdf zum Download: IGMilchbarometer Februar 2019


* Hintergrund-Infos zum IGMilchbarometer

Die Werte für das IGMilchbarometer werden vom ife Institut in Kiel im Auftrag des Deutschen Raiffeisenverbandes und der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) ermittelt. Grundlage des Barometers ist die Entwicklung des Börsenmilchwertes des Instituts für Ernährungswirtschaft (ife) in Kiel.

Das Instrument ist ein Frühindikator der möglichen künftigen Entwicklungen am Milchmarkt. Die Prognose erstreckt sich auf den Zeitraum von 12 Monaten. Die IGM will mit dem Milchbarometer mögliche Entwicklungen des Milchauszahlungspreises früher an die Milcherzeuger kommunizieren.

Im Barometer sind die Verläufe der Börsenmilchwert für die jeweils letzten drei Monate dargestellt. So werden die sich von Monat zu Monat ändernden Markteinschätzungen der Börsenteilnehmer veranschaulicht.

**WICHTIG: Die Barometerwerte sind keine zukünftigen Milchpreise sondern kalkulierte Werte. Sie geben auch nicht die künftige Entwicklung des "echten" Milchauszahlungspreises bestimmter Molkereien wieder (z.B. der Mitglieder der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft oder des Deutschen Raiffeisenverbandes).

Die Werte ergeben sich aus den Erwartungen der Marktteilnehmer beim Terminhandel mit Butter und Magermilchpulver an der Warenterminbörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig.

Quelle: DRV