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16. IFCN Konferenz in Italien

IFCN: Langfristig optimistisch, Ausblick 2019 schwierig

Auf der 16. Jahreskonferenz des International Farm Comparison Network, IFCN, wurden die Prognosen für den weltweiten Milchmarkt aktualisiert. Die Nachfrage nach Milch wird in den kommenden Jahren laut dem IFCN schneller wachsen als das Angebot.

Vergangene Woche (11.bis 13.09.2018) fand die jährliche und mittlerweile 16. Konferenz des International Farm Comparison Network in Parma, Italien, statt. Dabei wurden auch die aktuellen IFCN-Prognosen für die Entwicklung des internationalen Milchmarktes mitgeteilt.

Zusammengefasst lässt sich demnach aus der Langzeitprognose schließen, dass die weltweite Nachfrage nach Milch in den kommenden Jahren schneller wachsen wird, als das globale Angebot. Damit dürften sich die Milchpreise behaupten und weiter stabilisieren, so das IFCN. Das Wachstum der Milchnachfrage schätzt das IFCN bis zum Jahr 2030 auf 304 Mio. Tonnen fett- und eiweißkorrigierte Milch (ECM, 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß). Das entspricht dem Dreifachen der derzeitigen US-Milchproduktion.

Um die Milcherzeugerseite für eine, diesem Nachfragewachstum entsprechende, notwendige Ausweitung ihrer Produktionen aktivieren zu können, sei ein Weltmilchpreis von mehr als 40 US-$ bzw. 34,40 € pro 100 kg ECM notwendig, erwartet das IFCN.

Ausblick Milchmarkt 2019: Abwartend

Die Situation am Milchmarkt im kommenden Jahr sieht das IFCN stark durch die in 2018 beobachteten Situationen wie Wetteranomalien und deren negativer Einfluss auf die Futterproduktion sowie die Nachfrage nach Milchimporten und dem Wachstum der Milchbranche beeinflusst. Nähere Preisprognosen wurden nicht genannt, da sich die Entwicklung der genannten Faktoren offensichtlich derzeit kaum abschätzen lässt.

Bislang hatte in 2018 das sich rapide verlangsamte Wachstum des weltweiten Milchangebots dafür gesorgt, dass sich der Weltmilchpreis weiter auf dem Niveau der letzten zwei Jahre von 35 US-$ bzw. 30 € pro 100 kg ECM halten konnte. So erreichte das Mengenwachstum im August 2018 nur noch 1,6 %, während es Anfang des Jahres im Januar noch 3,1 % betragen hatte.

Als Hauptursachen für das verlangsamte Wachstum nannte das IFCN die verschlechterte wirtschaftliche Situation auf den Milchkuhbetrieben sowie die regional dürrebedingt knappe Futtersituation. Hier ist jetzt abzuwarten, was in den kommenden Monaten passiert.

Für Juli 2018 wurde der Weltmilchpreis des IFCN auf 34,9 US-$ bzw. 29,8 € pro 100 kg Milch berechnet, damit war er zuletzt deutlich gefallen. Mehr dazu hier.

Übersicht 1. IFCN World Milk Price Indicator

Im Juli 2018 war der ermittelte IFCN World Milk Price Indicator auf 34,9 US-$ pro 100 kg Milch gefallen.

Quelle: IFCN

Das IFCN Dairy Research Network verfügt über weltweit vergleichbare ökonomische Daten und Vorhersagen durch die IFCN-Modelle und das Wissenschafts-Netzwerk in 95 Ländern. Hier finden Sie mehr Informationen zum IFCN: IFCNDairy