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Zuchtwertschätzung Fleckvieh April 2019

Herzschlag setzt sich an die Spitze Digital Plus

Herzschlag feierte im Dezember sein Debüt unter den geprüften Zuchtbullen und ist jetzt die neue Nummer 1. Mit einer enormen Milchmengenvererbung und hervorragenden Eutern setzt er neue Maßstäbe. Hurly und Mahango Pp bestätigen ihre Spitzenposition.

Herzschlag kann mit der neuen Zuchtwertschätzung sensationell die Aufwärtsentwicklung vom Dezember fortsetzen. Mit einem rekordverdächtigen Zuchtwert von über 1.800 kg Milch unterstreichen seine Töchter die enormen phänotypischen Leistungen in Deutschland und Österreich. Allerdings erfordert dies ein anspruchsvolles Management. Der Rückgang im Zuchtwert weiblicher Fruchtbarkeit ist der Beweis (FRW 88). Nach 60 bewerteten Töchtern wird es eher kaum noch Veränderungen im hervorragenden Euter-Zuchtwert kommen (E 121). Aber 480 neue Ergebnisse bescheinigen eine deutliche Verschlechterung im Fundament (F 95). Da momentan von ihm kaum Sperma zur Verfügung steht, kann man sich sicherlich mit seinen vielen guten Söhnen trösten. Renaissance für die Huch-Linie Dass die fast schon verschwundene Linie Huch einmal zu einer möglichen Linienverengung führen könnte, zeigt, wie schnell sich die Faktenlage in der Zucht ändern kann. Die zahlreichen Hutera-Söhne schieben sich weiter in den Vordergrund. Hermsdorf und Hainau sind neu unter den Geprüften und auch für höhere Aufgaben geeignet. Hermsdorf (MV: Manitoba) bringt rahmige Töchter (R 114) mit sehr ansprechendem Exterieur. Hervorzuheben sind vor allem die guten Klauen (F 110). Der ZW 91 für Kalbeverlauf macht einen Einsatz auf Jungrinder nicht empfe

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Herzschlag kann mit der neuen Zuchtwertschätzung sensationell die Aufwärtsentwicklung vom Dezember fortsetzen. Mit einem rekordverdächtigen Zuchtwert von über 1.800 kg Milch unterstreichen seine Töchter die enormen phänotypischen Leistungen in Deutschland und Österreich. Allerdings erfordert dies ein anspruchsvolles Management. Der Rückgang im Zuchtwert weiblicher Fruchtbarkeit ist der Beweis (FRW 88). Nach 60 bewerteten Töchtern wird es eher kaum noch Veränderungen im hervorragenden Euter-Zuchtwert kommen (E 121). Aber 480 neue Ergebnisse bescheinigen eine deutliche Verschlechterung im Fundament (F 95). Da momentan von ihm kaum Sperma zur Verfügung steht, kann man sich sicherlich mit seinen vielen guten Söhnen trösten. Renaissance für die Huch-Linie Dass die fast schon verschwundene Linie Huch einmal zu einer möglichen Linienverengung führen könnte, zeigt, wie schnell sich die Faktenlage in der Zucht ändern kann. Die zahlreichen Hutera-Söhne schieben sich weiter in den Vordergrund. Hermsdorf und Hainau sind neu unter den Geprüften und auch für höhere Aufgaben geeignet. Hermsdorf (MV: Manitoba) bringt rahmige Töchter (R 114) mit sehr ansprechendem Exterieur. Hervorzuheben sind vor allem die guten Klauen (F 110). Der ZW 91 für Kalbeverlauf macht einen Einsatz auf Jungrinder nicht empfehlenswert. Hainau (MV: Gebalot) glänzt mit einem guten Euterzuchtwert (E 113) und erfüllt die Ansprüche an die Doppelnutzung (FW 113). Zu kurze und dünne Zitzen können mit seiner Genetik ausgeglichen werden. Huss kann zwar die 130er Grenze beim GZW knacken aber sein Einsatz ist wegen des schlechten Milchflusses wohl eher etwas für Spezialisten (Mbk 88). Unter den Manton-Söhnen hat Montelino (MV: Witzbold) den höchsten GZW. Bei hoher Mengenleistung (+1.430kg) können seine Töchter im Exterieur nur durchschnittlichen Ansprüchen genügen. Er sollte auf große Kühe angepaart werden (R 94). Etoscha (V: Everest, MV: Idiom), genoss in den Fachkreisen schon hohe Wertschätzung als GJV, und kommt jetzt neu in die Top-Liste. Die ersten Töchterleistungen lassen für die bereits eingestellten Söhne hoffnungsvolle Erwartungen zu. Sein genomisches Ergebnis hat sich bestätigt, bei allerdings noch wenig Laktationsergebnissen. Er sollte vor allem als guter Eutervererber beachtet werden (E 121). Ebenso sind Jungrinderbesamungen möglich (KVP 112). Lorbeeren zu früh vergeben? Zepter ist ein Zaspin-Sohn (MV: Hutoed) und wurde mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. Er kann sein genomisches Ergebnis nicht bestätigen, infolge schwächerer Persistenz (P 90). Der starke Einsatz als GJV beschert ihm aber jetzt schon 240 Töchter in Milch. Der Umgang mit den Söhnen von Dell ist nicht ganz einfach. Bisher zeigten sich bei einem überragenden Euterergebnis deutliche Schwächen im Fundament. Jetzt scheint mit Ducati (MV: Wille) ein guter Kompromiss gelungen zu sein. Neben den exzellenten Eutern (E 128) ist seine Fundamentvererbung (F 98) akzeptabel und wohl noch vom Vater negativ beeinflusst Bislang sind lediglich 26 Töchtern bewertet. Dass es bei den Zuchtwertschätzungen immer wieder zu unerwarteten Überraschungen kommt, wird mit Isimo bestätigt. Die Iwinn-Söhne sind zwar häufig als Erbfehlerträger deklariert, aber mit Isimo (MV: Winnipeg) kommt jetzt ein sehr brauchbarer Vererber in die Liste. Über 1.000 kg Milch-kg-Zuchtwert und ein fehlerfreies Exterieur machen ihn im Segment der geprüften Bullen beachtenswert. Er ist der größte Gewinner der Schätzung. Qualität bestätigt Sehr erfreulich ist das weitestgehend stabile Ergebnis vom Dezember. Evergreen gewinnt deutlich im GZW, da seine Töchter jetzt mit guter Fruchtbarkeit überzeugen können. Auch hier belegen 1.441 Töchter das ordentliche Exterieur-ergebnis. Die Hornloszucht wird mit Vollgas P*S deutlich an Fahrt zulegen. Mit 127 GZW ist er Spitze im geprüften Segment. Varistor hat zwar seine Leistungswerte noch verbessert, ist aber aufgrund des schlechteren Euterzuchtwertes nicht mehr in der Liste. Gleiches gilt auch für Waban, dessen Ära mit dem Verbrauch der letzten Samendosen als beendet gilt. Neu ist diesmal die Einbeziehung der hinteren Strichplatzierung. Dadurch kann es durchaus zu Veränderungen kommen, die sich aber meist nur geringfügig bei den meisten Bullen auswirken. Hier können Sie die Topliste Fleckvieh April 2019 herunterladen: Quelle: Bernhard Luntz, LfL Tierzucht Grub