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Sektorstrategie

Eine Strategie für die Zukunft?

Am Montag präsentierten einige Vertreter der deutschen Milchindustrie auf der grünen Woche die ersten Ergebnisse der Sektorstrategie 2030. Als erste konkrete Maßnahme soll die Branchenkommunikation verbessert werden.

Die in Berlin anlässlich der Grünen Woche vorgestellte „Strategie 2030 der deutschen Milchwirtschaft“ beinhaltet u.a. einen Maßnahmenkatalog, der Lösungsansätze für künftige Herausforderungen der Milchbranche liefern soll. Entwickelt wurde die Strategie in Zusammenarbeit verschiedener Verbände und Unternehmen sowie der Wissenschaft. „Wir sind froh und stolz jetzt das von den unterschiedlichen Verbänden gemeinsam getragene Dokument veröffentlichen zu können“, erklärte Peter Stahl, Vorsitzender des MIV (Milchindustrie-Verband) auf der Pressekonferenz. Unterzeichnet haben die Präsidenten bzw. Vorsitzenden des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Milchindustrie-Verbandes, des Bundesverbandes der Privaten Milchwirtschaft sowie der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft.

Während die Sektorstrategie von den meisten Branchenorganisationen unterzeichnet wurde, konnte sich der Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter (BDM) nicht dazu entschließen das Strategiepapier so mitzutragen. „Wir waren bemüht, den BDM in die Branchenstrategie mit einzubeziehen“, erklärte Dr. Theodor Seegers (früherer Abteilungsleiter im Bundeslandwirtschaftsministerium, Moderator Sektorstrategie). Die Diskussionen mit dem BDM seien sehr gut und fruchtbar gewesen. "Leider hat sich der BDM in letzter Minute dennoch nicht in der Lage gesehen, die Strategie mitzutragen". Dem Verband werde aber ein neues Angebot gemacht, mitzudiskutieren.

Lesen Sie hier die Sicht des BDM!

Kommunikation verbessern

Worum geht es in der Sektorstrategie genau? Die Strategie soll Lösungsansätze für aktuelle und künftige Herausforderungen aufzeigen. Besonderes Augenmerk wurde bei dem Strategiepapier aber vor allem gelegt auf:

  • Branchenkommunikation: Eine gemeinsame Branchenkommunikation soll die erste konkrete Maßnahme sein, die umgesetzt aus der vorgestellten Strategie umgesetzt wird. Finanziert werden soll dies zu gleichen Teilen von Milcherzeugern und –verarbeitern. Laut Maßnahmenkatalog ist vorgesehen, dass sich mindestens 80 % der deutschen Milchverarbeitung an der Finanzierung beteiligen.
  • Standards: Um der gesellschaftlichen Kritik an der derzeitigen Milchproduktion entgegenzuwirken, sollen - gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel - Produktionsstandards entwickelt werden. Dabei soll die Schaffung eines Mehrwertes für alle Glieder der Milchlieferkette ebenfalls im Fokus stehen.
  • Lieferbeziehungen: Mit einer frühzeitigen Weitergabe von Marktsignalen an die Milcherzeuger soll eine schnellere Anpassung der Milchmenge ermöglicht werden. Ein flächendeckendes Kriseninstrument für die gesamte Branche ist allerdings nicht geplant. Vielmehr soll jedes Molkereiunternehmen seine eigene Strategie bzw. Kriseninstrumente entwickeln.

Lesen Sie hier die Strategie 2030! Einen Kommentar von Elite Chefredakteur Gregor Veauthier zur Strategie 2030 finden Sie hier.

Weitere Infos (Interview Karsten Schmal)!

Quelle: Dt. Bauernverband, Milchindustrie-Verband e.V., wochenblatt.com, topagrar.com