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Immer mehr bayrische Milchviehbetriebe QM-Milch zertifiziert

Mittlerweile sind rund 52 Prozent der bayrischen Milcherzeuger in dem Qualitätsmanagment-Programm Milch (QM Milch) zertifiziert. Dennoch liegt die Beteiligungsquote noch deutlich unter der anderer Bundesländer.

Auch in Bayern schließen sich immer mehr Milcherzeuger dem Programm Qualitätsmanagement Milch (QM-Milch) an. Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) in der vergangenen Woche mitteilte, sind im Freistaat Bayern mittlerweile rund die Hälfte aller Milchbauern nach QM-Milch zertifiziert, Tendenz steigend. Dennoch liegt die bayrische Beteiligungsquote noch unter derjenigen der meisten anderen Bundesländer.

Der VMB-Vorsitzende Leonhard Welzmiller verwies in einer Pressemitteilung auf die Vorteile, die ein QM Milch-Zertifizierung bietet: „Mit QM-Milch machen wir unsere Erzeugung transparent und nachvollziehbar und haben gleichzeitig einen Beleg für unsere Anstrengungen im Bereich Tierwohl, unser nachhaltiges Wirtschaften und die hervorragende Milchqualität“. Denn Ziel des Qualitätsmanagement Milch ist es, eine bundeseinheitliche und flächendecke Basis für die Erzeugung von hochqualitativer Milch zu schaffen.

Dafür ist es nötig, spezifische Kriterienstandards in dem gesamten Produktionsprozess der Milcherzeugung auf den landwirtschaftlichen Betrieben zu erfüllen und aufrecht zuerhalten. Dazu gehören neben der Melkarbeit u.a. auch Tierwohl, Tiergesundheit, Fütterung und Haltungskriterien (Mehr Infos zu QM-Milch, hier sowie im Faltblatt). Bisher werden 55 Standardkriterien (davon 16 K.O.-Kriterien) abgefragt, geplant ist die künftige Einführung eines zusätzlichen Nachhaltigkeitsmoduls. Die Teilnahme an QM-Milch ist freiwillig, doch viele Molkereien setzen die QM-Zertifizierung als Standard bei ihren Lieferanten voraus. Darunter auch die Molkereien Berchtesgadener Land, Weihenstephan oder Alpenhain.

Förderung der Erstzertifizierung schafft zusätzlichen Anreiz

Welzmiller erinnerte daran, dass Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner Anfang Februar 2015 beschlossen hatte, die Landwirte bei den Kosten für das Erstaudit nach dem neu überarbeiteten und akkreditierten QM-Milch-Standard zu unterstützen. Das schaffe einen Anreiz für die Teilnahme: Jeder bayrische Milcherzeuger könne dadurch einmalig für das Erstaudit einen Zuschuss von 85 Euro (netto) beantragen (Mehr zur Beantragung der Förderung, hier).

Welzmiller, der selber einen Milchviehbetrieb führt, rief seine Berufskollegen dazu auf, die Förderung in Anspruch zu nehmen und dem QM-System beizutreten. Im vergangenen Jahr hat der Verband der Milcherzeuger Bayern die QM-Regionalstelle im Freistaat übernomme, er stehe damit den bayrischen Milcherzeugern als Ansprechpartner zur Verfügung. (AgE)