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LTO Milchpreisvergleich

Weniger Milchgeld im Februar Digital Plus

Im Mittel zahlten die europäischen Molkereien im Februar 2019 33,82 Cent. Während die in Deutschland tätigen Molkereien fast ausnahmslos ihre Milchpreise gesenkt hatten, wollen sie diese Preise für im März gelieferte Milch unverändert beibehalten.

Im Februar 2019 zahlten die 16 europäischen Molkereien im LTO Milchpreis-Vergleich im Durchschnitt 33,82 € pro 100 kg Standardmilch* aus. Das bedeutet einen Rückgang im Durchschnittspreis gegenüber Januar in Höhe von 0,02 €/100 kg.

Obwohl viele Preiskürzungen verzeichnet wurden, hält sich der Durchschnittspreis also scheinbar auf demselben Niveau wie im Vormonat. Das liegt im Wesentlichen daran, das die irische Glanbia einen relativ hohen saisonalen Bonus ausgezahlt hatte. Ohne diese Sonderzahlung hätte sich der Durchschnittspreis um 0,25 € pro 100 kg verringert. Nur wenige Molkereien hatten ihren Auszahlungspreis für im Februar gelieferte Milch tatsächlich erhöht, neben Glanbia (+3,5 €/100 kg) waren das FrieslandCampina (+0,3 €/100 kg) und Danone (+0,1 €/100 kg). Die anderen Molkereien hielten ihre Preise stabil oder senkten diese.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt der aktuelle Wert um 1,01 € oder 2,9% niedriger.

Von den auch in Deutschland agierenden Molkereien im Vergleich hat mit der Ausnahme von FrieslandCampina im Februar keine ihren Auszahlungspreis angehoben. Müller, die Hochwald eG und Arla haben ihre Milchpreise auf dem Niveau von Januar belassen, während die Deutsche Milchkontor eG (DMK) im Februar noch einmal einen 1 € abgezogen hat.

Die Abstände, die sich hier im Vergleich zwischen den einzelnen Milchpreisen ergeben bleiben hoch. Alleine unter den in Deutschland arbeitenden Unternehmen ergibt sich im Februar 2019 eine Spanne von 31,73 € (DMK) bis 35,97 €/100 kg Milch (FrieslandCampina); ein Differenz von 4,24 €.

1 Vergleich der Milchauszahlungspreise im Februar 2019

Molkerei

Land

Milchpreis Februar 2019 (€/100 kg Milch)*

durchschnittlicher Milchpreis der letzten 12 Monate

Milcobel

BE

32,72

32,83

Müller (Leppersdorf)

DE

31,97

32,17

DMK Deutsches Milchkontor eG

DE

31,73

32,77

Hochwald Milch eG

DE

32,93

33,07

Arla Foods DK

DK

32,70

32,92

Valio

FI

34,91

35,32

Savencia (Basse Normandie)

FR

34,60

33,82

Danone (Pas de Calais)

FR

34,31

34,36

Lactalis (Pays der la Loire)

FR

34,89

34,14

Sodiaal (Pas de Calais)

FR

35,07

34,67

Dairy Crest (Davidstow)

UK

33,05

32,48

Dairygold

IE

31,30

32,43

Glanbia

IE

35,52

32,06

Kerry Agribusiness

IE

31,51

32,55

Granarolo (North)

IT

37,87

38,04

FrieslandCampina

NL

35,97

35,45

Durchschnittlicher Milchpreis

33,82

33,69

Emmi

CH

46,93

48,52

Fonterra

NZ

30,44

29,78

United States Class III

US

31,11

31,90

* mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, 1.000.000 kg/Jahr, 249.999 Zellen und 24.999 Keime pro ml Milch; Quelle: LTO

Ausblick: Stabil im März, leichte Abzüge im April

Für im März gelieferte Milch wollen FrieslandCampina, Arla und auch das DMK den Auszahlungspreis aus dem Februar unverändert beibehalten. Für April hat FrieslandCampina dagegen bereits erneut Abzüge angekündigt und zwar in Höhe von 0,5 €/100 kg Milch.

Seitens der Basisproduktverwertungen könnten die sich im März stabilisierten Notierungen für Butter einen gewissen Raum für Preiserhöhungen auf Milcherzeugerebene schaffen. Die Preise für Magermilchpulver haben dagegen zuletzt nachgegeben, sodass diese zu Anfang April 2019 auch im höheren Preissegment unter 2.000 €/t gesunken sind. Zu erwarten bleibt mit Blick nach vorn auch, wie die Ergebnisse der neuen Kontrakte der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel ausfallen, die klassisch zum 1. Mai gültig werden.

Zusatz-Info: Der Vergleich der Auszahlungspreise gestaltet sich aufgrund der vielen molkereiindividuellen Sonderzahlungen für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsstandards und Boni für GVO-freie Fütterung immer schwieriger. Daher finden Sie im Folgenden die Art und Höhe der Boni sowie ihre Berücksichtigung im LTO-Vergleich aufgelistet:

  • DMK: im Vergleichsmilchpreis enthalten ist ein durchschnittlicher Bonus von 0,6 €/100 kg für das Milkmaster Nachhaltigkeitsprogramm; nicht enthalten ist der GVO-frei-Zuschlag von 0,7 €/100 kg...

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Im Februar 2019 zahlten die 16 europäischen Molkereien im LTO Milchpreis-Vergleich im Durchschnitt 33,82 € pro 100 kg Standardmilch* aus. Das bedeutet einen Rückgang im Durchschnittspreis gegenüber Januar in Höhe von 0,02 €/100 kg. Obwohl viele Preiskürzungen verzeichnet wurden, hält sich der Durchschnittspreis also scheinbar auf demselben Niveau wie im Vormonat. Das liegt im Wesentlichen daran, das die irische Glanbia einen relativ hohen saisonalen Bonus ausgezahlt hatte. Ohne diese Sonderzahlung hätte sich der Durchschnittspreis um 0,25 € pro 100 kg verringert. Nur wenige Molkereien hatten ihren Auszahlungspreis für im Februar gelieferte Milch tatsächlich erhöht, neben Glanbia (+3,5 €/100 kg) waren das FrieslandCampina (+0,3 €/100 kg) und Danone (+0,1 €/100 kg). Die anderen Molkereien hielten ihre Preise stabil oder senkten diese. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt der aktuelle Wert um 1,01 € oder 2,9% niedriger. Von den auch in Deutschland agierenden Molkereien im Vergleich hat mit der Ausnahme von FrieslandCampina im Februar keine ihren Auszahlungspreis angehoben. Müller, die Hochwald eG und Arla haben ihre Milchpreise auf dem Niveau von Januar belassen, während die Deutsche Milchkontor eG (DMK) im Februar noch einmal einen 1 € abgezogen hat. Die Abstände, die sich hier im Vergleich zwischen den einzelnen Milchpreisen ergeben bleiben hoch. Alleine unter den in Deutschland arbeitenden Unternehmen ergibt sich im Februar 2019 eine Spanne von 31,73 € (DMK) bis 35,97 €/100 kg Milch (FrieslandCampina); ein Differenz von 4,24 €. 1 Vergleich der Milchauszahlungspreise im Februar 2019 Ausblick: Stabil im März, leichte Abzüge im April Für im März gelieferte Milch wollen FrieslandCampina, Arla und auch das DMK den Auszahlungspreis aus dem Februar unverändert beibehalten. Für April hat FrieslandCampina dagegen bereits erneut Abzüge angekündigt und zwar in Höhe von 0,5 €/100 kg Milch. Seitens der Basisproduktverwertungen könnten die sich im März stabilisierten Notierungen für Butter einen gewissen Raum für Preiserhöhungen auf Milcherzeugerebene schaffen. Die Preise für Magermilchpulver haben dagegen zuletzt nachgegeben, sodass diese zu Anfang April 2019 auch im höheren Preissegment unter 2.000 €/t gesunken sind. Zu erwarten bleibt mit Blick nach vorn auch, wie die Ergebnisse der neuen Kontrakte der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel ausfallen, die klassisch zum 1. Mai gültig werden. Zusatz-Info: Der Vergleich der Auszahlungspreise gestaltet sich aufgrund der vielen molkereiindividuellen Sonderzahlungen für die Erfüllung von Nachhaltigkeitsstandards und Boni für GVO-freie Fütterung immer schwieriger. Daher finden Sie im Folgenden die Art und Höhe der Boni sowie ihre Berücksichtigung im LTO-Vergleich aufgelistet: DMK: im Vergleichsmilchpreis enthalten ist ein durchschnittlicher Bonus von 0,6 €/100 kg für das Milkmaster Nachhaltigkeitsprogramm; nicht enthalten ist der GVO-frei-Zuschlag von 0,7 €/100 kg Milch. Arla: im Vergleichsmilchpreis enthalten ist ein Zuschlag von 1,0 € für das Qualitäts- und Nachhhaltigkeitsprogramm Arlagarden; nicht enthalten ist der GVO-frei-Zuschlag von 1,0 €/100 kg Milch. FrieslandCampina: im Vergleichsmilchpreis enthalten ist ein durchschnittlicher Bonus von 0,63 €/100 kg für das Weidegang; nicht enthalten ist der GVO-frei-Zuschlag in Höhe von 1,0 €/100 kg Milch. Hochwald eG: im Vergleichsmilchpreis nicht enthalten ist der Bonus von 1,0 € für das MilchPlus Nachhaltigkeitsprogramm. Müller: im Vergleichsmilchpreis nicht enthalten ist der Bonus von 1,0 € für eine GVO-freie Fütterung. * Preise für 100 Kg Rohmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; einer Jahresanlieferung von 1.000.000 kg Milch/Jahr; max. 249.999 Zellen und 24.999 Keime pro ml Milch Quelle: milkprices.nl