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Weniger Milchkühe in Deutschland

Kühe im Melkstand.
In 2017 haben nur die Milcherzeuger in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ihre Herden geringfügig aufgestockt. In allen anderen Bundesländern entwickelten sich die Herdengrößen rückläufig. Foto: Veauthier

Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung hält an. Das statistische Bundesamt zählte im November 0,4 Prozent weniger Kühe und die Zahl der Milchviehhaltungen verringerte sich auf 65.782.

Das Ergebnis der neusten Erhebung des statistischen Bundesamtes lautet erneut weniger Milchviehhaltungen in Deutschland. Die Zahl der Betriebe ging auf 65.782 zurück. Im Vergleich zum Mai 2017 und der aktuellen Zählung von November ist das ein Rückgang um 2,3 %. Jedoch hat sich der Bestandsabbau im Vergleich zu 2016, mit 1,6 % weniger Tieren, verlangsamt.
Insgesamt wurden 4,199 Mio. Milchkühe gezählt, das sind 0,4 % weniger als im Vorjahr (4,218 Mio.) und der niedrigste Bestand seit 2012!

Bestände im Schnitt größer

Der Trend hin zu Beständen mit mehr als 100 Kühen pro Betrieb dauert weiterhin an. Im Schnitt stehen laut statistischem Bundesamt 63,8 Kühe im Stall.
Die Anzahl an Betrieben, die über 100 Kühe halten, nimmt um 2,7 % zum Vorjahr zu und die Bestandsgröße mit mehr als 200 Milchkühen verzeichnet ein Plus von 5,2 %. Mittlerweile stehen mehr als 53 % der deutschen Milchkühe in Haltungen mit einer Herdengröße von mindestens 100 Kühen. Dementsprechend geht die Zahl der Betriebe mit Bestandsgrößen von bis zu 50 Kühen (Übersicht 1) zurück.

1 Veränderung der Kuhzahl und Anzahl Milchkuhbetriebe
Monat der Zählung Nov. 15 Nov. 16 Nov. 17 Abweichungen zum Vorjahr (%)
Haltungen insgesamt 73.255 69.174 65.782 - 4,9 %
1 bis 9 11.110 10.119 9.777 - 3,4 %
10 bis 19 10.427 9.563 8.605 - 10,0 %
20 bis 49 23.542 21.690 19.774 - 8,8 %
50 bis 99 17.745 17.177 16.645 - 3,1 %
100 bis 199 7.741 7.833 8.044 + 2,7 %
> 200 2.690 2.792 2.937 + 5,2 %
Quelle: Statistisches Bundesamt

Regionale Unterschiede

Am stärksten gesunken sind die Milchkuhzahlen im Saarland (- 2,4 %), in Rheinland-Pfalz (-1,3 %) sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern (beide -1,1 %).

Im Gegensatz dazu haben die Milcherzeuger in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ihre Herden geringfügig aufgestockt (Übersicht 2). Nur in Schleswig-Holstein blieb die Anzahl an gehaltenen Milchkühen beständig.

2 Kuhzahlentwicklungen der Bundesländer 1)
Bundesland Zählung in 1.000 November 2016 Mai 2017 November 2017 Differenz zum Vorjahr (%)
Baden-Württemberg 344 343 341 - 0,6 %
Bayern 1.198 1.197 1.185 - 1,1 %
Brandenburg 152 152 151 - 0,5
Hessen 140 140 139 - 0,6 %
Mecklenburg-Vorpommern 172 172 170 - 1,1 %
Niedersachsen 861 865 865 + 0,5 %
Nordrhein-Westfalen 417 416 418 + 0,1 %
Rheinland-Pfalz 114 113 112 - 1,3 %
Saarland 14 14 14 - 2,4 %
Sachsen 183 183 182 - 0,9 %
Sachsen-Anhalt 120 120 119 - 0,3 %
Schleswig-Holstein 394 390 394 + 0,0 %
Thüringen 104 103 103 - 0,8 %
Gesamt 2) 4.218 4.214 4.199 - 0,4 %
1) Basis HIT-Datenbank 2) Einschließlich Stadtstaaten Quelle: Basis HIT-Datenbank

Quelle: ZMB

Bearbeitet: L. Verfürth

Schlagworte

Milchviehhaltung, erneut, Milchkühe, Vorjahr, Vergleich, Bundesamt, größer, ging, Kühen, Milchkühen

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