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Mais: Trockenmasse und Stärke mit NIRS bestimmen

Maisprobe
Maisprobe nach dem Häckseln, Foto: Henn

Nahinfrarot-Spektroskopie, kurz NIRS, heißt das Verfahren, dass bei der Bestimmung des optimalen Erntezeitpunkts helfen kann. Mittels eines Sensors werden sofort Trockenmasse- und Stärkegehalt im Mais gemessen.

Das NIRS Mobil der Arbeitsgemeinschaft Futtersaaten, Futterbau und Futterkonservierung e.V. (AG FUKO) ist in diesem Jahr vom 28.8 – 29.9 in NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein unterwegs. An insgesamt 41 Stationen können Landwirte ihre Maispflanzen zur kostenlosen Beprobung vorbeibringen.

Am 11.9 wurde in Sendenhorst, Kreis Warendorf, gemessen. „In dieser Region ist der Mais bisher am weitesten entwickelt“, so Karsten Bommelmann, Mitarbeiter der AG FUKO. Es wurden fast ausschließlich TS Gehalte >30% gemessen. Allerdings macht die Befahrbarkeit der Böden den Landwirten noch Sorgen. Auf Grund der häufigen Regenfälle in der letzten Zeit, könnte die Ernte schwierig werden.

Für die Beprobung braucht es lediglich 3-5 Pflanzen, die für den gesamten Bestand repräsentativ ausgewählt werden. Die Pflanzen sollten für ein unbeeinflusstes Ergebnis unmittelbar vor der Beprobung genommen werden.

Zunächst werden die Maispflanzen durch einen Häcksler zerkleinert, der dem Feldhäcksler möglichst ähnlich ist.

Die Probe wird in einer Kiste aufgefangen und anschließend in den Trichter des NIRS-Geräts geschüttet.

Probe im Trichter
Danach wird die Probe in den Trichter gegeben. Foto: Henn

Dort befindet sich auf dem Boden ein Förderband, welches den Mais gleichmäßig unter dem Sensor entlangführt. Dieser Sensor, auch „NIRS-Messkopf“ genannt, erfasst das reflektierte Licht und übermittelt es als Spektrum an einen Laptop. Dort wird aus den gesammelten Daten mit einer Kalibration der Trockenmasse- und der Stärkegehalt ermittelt.

Sensor-Messkopf
Unter dem Nahinfrarot-Sensor läuft die Probe durch. Foto: Henn

Damit das Ergebnis so genau wie möglich ist, wird jede Messung dreimal wiederholt. Die Ergebnisse haben im Vergleich mit den Laborproben eine Genauigkeit von +- 0,8% bei TS- und +-1,8% beim Stärkegehalt.

Am sinnvollsten ist eine NIRS-Untersuchung, wenn der Mais zum Zeitpunkt der Messung einen TS-Gehalt zwischen 28 und 33 % hat. Dann ist der Landwirt noch relativ flexibel in der Wahl des Erntezeitpunktes. Von daher ist es besser, zu früh als zu spät zu messen. „Eine zweite Messung kann je nach Standort und Witterung nicht schaden“, so Bommelmann. Er wies außerdem darauf hin, dass die Stärkeeinlagerung auch noch zum Ende der Vegetation stattfindet, was häufig unterschätzt wird. „Von daher ist es wichtig, den Mais messen zu lassen, um zu wissen in welcher Phase der Abreife er sich befindet.“

Den Tourplan der AG FUKO mit dem NIRS-Mobil finden Sie hier .

Bearbeitet: Laura Henn

Schlagworte

NIRS, Mais, Henn, Trockenmasse, FUKO, Stärkegehalt, Beprobung, gemessen, Probe, Nahinfrarot

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