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Bio-Milcherzeuger sollen Anlieferungsmengen nicht weiter steigern

Weide Biokühe
Bio-Milcherzeugern wurde von ihren Molkereien empfohlen, ihre Milchanlieferungen in den kommenden Monaten nicht weiter zu steigern, damit Auszahlungspreise stabil bleiben. Geplante Aufstockungen sollten auf den Herbst verschoben werden. Foto: Berkemeier

Die Auszahlungspreise für Biomilch sind im Januar leicht auf 49,1 Cent im Bundesmittel gesunken, die Preislage wird noch als stabil bewertet. Damit das so bliebt, empfehlen viele Biomolkereien ihren Lieferanten, die Anlieferungsmengen jetzt nicht weiter zu steigern.

Im Januar 2018 wurden im Bundesmittel 49,1 Cent pro kg Biomilch an die Milcherzeuger ausgezahlt, berichtet der Verband Bioland in seiner monatlichen Milchpreis-Auswertung. Gegenüber Dezember ist das ein leichter Rückgang von 0,3 Cent. Preisrückgänge habe es vor allem im Norden gegeben. Für Februar und März haben nach Angaben des Verbandes einige Molkereien bereits gleichbleibende Preise angekündigt. Die Bio-Molkereien sehen den aktuellen Preisverlauf allerdings auch abhängig von den weiteren Mengenentwicklungen – und hier scheint jetzt Druck aufzukommen:

Die Neumengen aus 2017, also von Betrieben, die auf eine ökologische Milchproduktion umgestellt haben und ab 2017 Biomilch liefern durften, werden zwar vom wachsenden Markt gut aufgenommen heißt es, höher als erwartet fallen dafür aber die betrieblichen Wachstumsraten aus. Viele Bio-Molkereien haben daher ihren Lieferanten angeraten, ihre Anlieferungsmengen an Milch aktuell nicht weiter zu steigern, damit die Preise für Biomilch stabil bleiben können. Mit einem weiteren Aufstocken ihrer Milchkuhbestände sollten Biobetriebe daher bis zum Herbst 2018 warten. Die Branche rechne laut Bioland auch 2018 mit weiterhin guten Wachstumsraten.

Das Biomilch-Angebot wächst rasant

Deutschland war in 2017 mit einer durchschnittlichen Zunahme um 18,4 % EU-Spitzenreiter hinsichtlich des Wachstums in der Produktion von Biomilch. Seit August 2017 war in Deutschland sogar der übliche saisonale Rückgang der Biomilchanlieferung ausgeblieben, die Milchmengen waren seither stabil bis leicht steigend. Die stärkste Steigerung im Jahresverlauf wurde im November 2017 verzeichnet, hier wurde die Vorjahresmenge um 30,9 % übertroffen.

Jahresdurchschnittspreis für Biomilch erreicht in 2017 neuen Höchststand

Inklusive geschätzter Nachzahlungen (Vorjahr 0,5 Cent) ergibt sich für 2017 ein vorläufiger Jahrespreis von bundesweit 49,1 Cent, berichtet Bioland. Die Region Süd liegt bei 49,6, Nord-Mitte bei 48,1 Cent.

Quelle: biomilchpreise.de, AgE, BLE, ZMB

Bearbeitet: Berkemeier

Schlagworte

Biomilch, 2017, 49, 1, Anlieferungsmengen, steigern, Bioland, Bundesmittel, stabil, Wachstumsraten

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