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Neues aus der Forschung

Neue Untersuchungsergebnisse aus der internationalen Forschung, z.B. zu nassen Rationen, zur Beschaffenheit von Maissilagen, zu Zusatzstoffen für Milchaustauscher und zu vielen weiteren Themen.

Begrenzte Energiezufuhr während der Laktation

Welche Kühe leiden am meisten unter einer begrenzten Energiezufuhr? Das untersuchte die dänische Aarhus Universität an 47 Holstein-Kühen in unterschiedlichen Laktationsstadien. Für eine Woche wurde der Energiegehalt der Ration um 40 % reduziert und Weizenstroh dafür als Lückenfüller benutzt. Die Frischlaktierenden büßten wie erwartet die meiste Leistung ein, sie produzierten bis zu 12 kg weniger Milch am Tag und der Laktosegehalt in der Milch sank um 0,18 %. Hat die Ration also keinen ausreichenden Energiegehalt, so trifft es die am allermeisten, die Energie am dringendsten benötigen: die Frischlaktierenden.

Regen verändert die Ration und die Futteraufnahme

In einem Versuch des U.S. Dairy Forage Research Center in Madison, USA, wurden 44 Holstein-Kühe mit einer Ration gefüttert, der 8 % Wasser zugesetzt wurde, um Regen zu imitieren. Die Kühe gaben vor Versuchsbeginn durchschnittlich 43 kg. Am ersten Versuchstag war die Trockenmasse-Aufnahme um 2,4 kg verringert, am zweiten um 1,2 kg und am dritten Tag um 0,8 kg reduziert. Dementsprechend war auch die Milchleistung verringert. Abrupte Veränderungen des Trockenmassegehaltes können also zu kurzfristigen Milchleistungseinbußen führen.

Pansengeschützte B-Vitamine

949 frischlaktierende Holstein-Kühe wurden in einem Versuch der University of California, USA, mit pansengeschützten B-Vitaminen gefüttert (Biotin, Pantotensäure, Folsäure, Cyanocobalamin und Pyridoxin).  Die Milchleistung lag in der Gruppe mit B-Vitaminen im Vergleich zur Kontrollgruppe um 0,5 kg höher, wies 0,9 % weniger Milchfett auf (3,29 % gegenüber 3,38 %) und einen 5%ig höheren Erstbesamungserfolg (40,8 % gegenüber 35,8 %).

Schmackhaftigkeit von Proteinfuttermitteln für Kälberrationen

In einem Fütterungsversuch ICREA in Barcelona, Spanien, konnte festgestellt werden, dass Kälber Sojamehl  und Treber-Körner als Proteinergänzungsfuttermittel gegenüber Erbsen, Rapsmehl und Sonnenblumenmehl  bevorzugen. Maismehl wurde am schlechtesten in der Untersuchung angenommen und sollte Kälberstartern deswegen nicht zugesetzt werden.

Nichtmedizinische Additive für Kälber

In einer Untersuchung der University of Wisconsin-River Falls in den USA wurden 36 Bullenkälber von drei Betrieben mit nichtmedizinischen Additiven (Tier-Plasma, Hefe-Extrakt, Inulin und direkt gefüttertes Mikrobielles) und mit Antibiotika (400 g Neomycin und 200 g Oxytetracyclin) zur Hauptration gefüttert. Dabei kam heraus, dass die nichtmedizinischen Additive eine genauso reduzierende Wirkung auf Durchfallerkrankungen hatten, wie die medizinischen.