Klimaschutz

Verbesserung des CO2 Fußabdrucks in 5 Schritten

Fünf Maßnahmen erklären den Großteil der Unterschiede beim CO2-Fußabdruck von Milchkuhbetrieben.

Kühe stehen bei der Diskussion um Treibhausgas-Emissionen oft als Sündenböcke da. Um eine realistische Einschätzung über die tatsächlichen Emissionen zu erhalten, bietet das Molkereiunternehmen Arla Foods seinen Lieferanten an, die eigene betriebliche Klimabilanz zu erfassen.
Im Rahmen des „Arla-Klimacheck-Programm“  wurden im Jahr 2020 europaweit 7.986 Milcherzeuger aus insgesamt sieben unterschiedlichen Ländern unter die Lupe genommen, darunter 1.267 Milchkuhhalter aus Deutschland.
Um den individuellen CO2e-Fußabruck der Betriebe zu ermitteln wurden jedem Betrieb 203 Fragen gestellt Diese. Daten wurden von einem externen Klimaberater erhoben. Die darauf folgenden Berechnungen wurden nach der ISO-Norm 14044 für Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen angefertigt. Die Auswertung der Emissionen wurde nach dem Vorhaben des Weltklimarates (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) durchgeführt.

1,06 kg CO2 pro Kilogramm Milch

Die Produktion eines Kilogramm Milch hat 1,15 kg CO2e pro Kilogramm Emission „verursacht“. Dabei werden die Emissionen aus bewirtschafteten, kohlenstoffreichen Böden (anmoorige Böden, Moorböden) eingerechnet, wie es den internationalen Richtlinien entspricht. Ohne anmoorige Böden liegt der Arla Durchschnitt bei 1,06 kg CO2e pro Kilogramm Milch.
Die leistungsstärksten Arla-Milcherzeuger sind in der Lage sind, ein Kilogramm Rohmilch mit einem Fußabdruck auf Betriebsebene unter 0,9 kg CO2e pro Kilogramm Milch zu produzieren.
(Hinweis: Die Arla Berechnungsmethode unterscheidet sich vom deutschen, nationalen Berechnungsstandard für einzelbetriebliche Klimabilanzen (BEK), der in Deutschland vom Bundeslandwirtschaftsministerium und in Teilen auch von anderen Molkereien genutzt wird. Daher sind die Werte des Arla Klimachecks nicht direkt mit Werten nach BEK-Berechnungen vergleichbar.)

5 Maßnahmen zur Senkung des CO2e-Fußabdrucks

Anhand der Daten zur Erhebung der Emissionen der „Arla Landwirte“ lassen sich fünf allgemeingültige Hebel identifizieren, mit deren Hilfe sich der CO2e-Fußabdruck bei der Milchproduktion auf alle Arten von Betrieben verringern lässt. Sie erklären den Großteil der Unterschiede beim CO2e-Fußabdruck der einzelnen Betriebe:
  • Eine Verbesserung der Futtereffizienz
  • Das Vermeiden von Proteinüberschuss in den Futterrationen.
  • Eine Erhöhung der Nutzungsdauer.
  •  Ein präziser Düngemitteleinsatz zur Reduzierung des Stickstoffüberschusses aus der Futtermittelproduktion.
  • Eine verbesserte Flächennutzung (höhere Ernteerträge).
Arla Foods hat sich selbst das Ziel gesetzt, mithilfe des Werkzeugs Klimachecks bis zum Jahr 2030 den CO2e Fußabdruck pro kg Milch um 30%  zu reduzieren (auf Basis von 2015).
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