Aktueller Milchmarkt

Die Milchwoche: Menge stagniert

Saisonaler Anstieg der Milchmenge gestoppt ++ Kräftiger Preisanstieg bei Blockbutter ++ Spotmilchpreise auf hohem Niveau stabil ++ Börsenkurse bis Anfang 2023 steigend

Eine anhaltend gute Nachfrage trifft auf knappe Mengen, woraus feste oder gar noch steigende Preise resultieren. Dieses Bild prägt weiterhin den Milchmarkt in Deutschland, aber auch weltweit. Käufer und Verkäufer sind angesichts des Ukraine-Krieges nach wie vor verunsichert und agieren zum Teil nervös. Im Einzelhandel sind zunehmend Hamsterkäufe zu beobachten, so ist z.B. H-Milch aktuell stark nachgefragt. Wie sieht es mit der Versorgungssicherheit in den nächsten Monaten aus? Wie entwickeln sich die Rohstoffverfügbarkeit und die Kosten weiter? Diese Fragen beschäftigen derzeit alle im Markt. Allein in den letzten vier Wochen stiegen die Futter- und Energiekosten auf den Betrieben jeweils um 4,5 %. 

Kalte Witterung dämpft Anlieferung

In der letzten Woche wurde der saisonübliche Anstieg der Milchmenge in Deutschland unterbrochen: Gegenüber der Vorwoche gab es laut ZMB keine Veränderung, sodass sich auch der Rückstand zum Vorjahr mittlerweile auf 1,7 % vergrößerte. Als Grund dafür wird die etwas kältere Witterung angenommen.  Hinzu kämen außerdem für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Inhaltsstoffe. 

Rohstoffe weiter knapp

  • Butter: Erstmals seit Wochen stagnieren die Butterpreise für geformte Ware (250 g Päckchen). Allerdings auf hohem Niveau von 5,94 bis 6,14 €/kg. Für lose Ware ging es dagegen nochmal deutlich bergauf. Das Plus reichte hier an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten von 25 bis 35 ct/kg, so dass inzwischen ein Niveau von 6,25 bis 6,55 €/kg erreicht ist. Das ist der höchste Stand seit dem Spätsommer 2017. Das Butterangebot ist laut ZMB deutlich niedriger als in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Die hohe Verbrauchernachfrage wird teilweise mit den aktuellen Regallücken bei Pflanzenfetten begründet. 
  • Käse:...


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